Die Plauderstube – Die Geschichte des Strandwächters
Die Geschichte des Strandwächters
Um mich zu erholen, hatte ich einen Ausflug an die südliche Küste von Cornwall gemacht und in einem kleinen, nicht weit vom Meer gelegenen Dorf meine Wohnung genommen. Die regelmäßigen Spaziergänge am stillen Ufer und die frische stärkende Seeluft hoben in kurzer Zeit meine geschwundenen Kräfte. Ich dachte bereits ernstlich daran, die Rückkehr anzutreten, als ich die nachstehend geschilderte Begegnung hatte.
Es war ein schöner mondheller Abend und ich stand am Fenster meines Wohnzimmers, die wenigen dort weilenden Fremden beobachtend, welche nun Zeit zu Zeit vorübergingen, als plötzlich der Gedanke in mir erwachte, jetzt, beim Mondlicht, einen Spaziergang über die Klippen des Ufers zu machen. Es war schon oft meine Absicht gewesen, um Gelegenheit zu haben, das Weiterlesen
Die Plauderstube – Die Abenteuer eines Leutnants – Kapitel 5
Die Abenteuer eines Leutnants
Novelle
Aus dem Schwedischen von E. Sickenberger
Sonntag, 3. März 1861
V.
Wir lassen nun Sommer, Herbst und Winter verschwinden, ehe wir den Faden unserer Erzählung wieder aufnehmen. Hjalmar hatte unterdessen immer mehr Wohlbehagen in seiner neuen Heimat und in der Gesellschaft seines edlen Freundes, die ihm mit jedem Tag teurer wurde, gefunden. Herr Franck hatte im Weiterlesen
Sir Henry Morgan – Der Bukanier 47
Kapitän Marryat
Sir Henry Morgan – Der Bukanier
Aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Adolf Krabbe Verlag, Stuttgart 1845
Siebenundvierzigstes Kapitel
Morgans kläglicher Tod. Man lässt ihn katholisch sterben, ohne dass er es weiß. Bericht über unsere anderen Personen und ein summarischer Überblick über den Charakter unseres Helden.
Wir legen kein großes Gewicht auf die Szenen, welche uns die Sterbestunden eines Gerechten oder Ungerechten bieten. Die gebrechliche Hülle ist zu sehr erschüttert, um nicht zu wanken und gewissermaßen in Angst und Weiterlesen
Des Teufels Abenteuer in München im Sommer 1876 – XI
Der Teufel ging zu guter Letzt auch in die Kammer. Es wurde gerade das Wahlgesetz verhandelt. Da gefiel ihm besonders die Rabulisterei des Dr. Schauß, mit welcher dieser das neue Wahlgesetz Namens der Liberalen zurückwies. Er ernannte ihn auf der Stelle zum advocatus diaboli.
Die Herren Krämer und Frankenburger glaubte er schon als Gesellschafter bei seiner bevorstehenden Höllenfahrt mitnehmen zu können. Diese hatten, wie auch der Teufel wusste, Jahre lang für direkte Wahlen gesprochen und sie versprochen, aber nun stimmten sie dagegen. Wer aber lügt und sein Wort bricht, der gehört dem …
Der Teufel jedoch machte diesmal die Rechnung ohne den Wirt. Als er seine Pflicht tun wollte, ging Weiterlesen
Des Teufels Abenteuer in München im Sommer 1876 – X
Im Franziskanerkloster zu München gibt es bekanntlich gutes Bier. Für den Laien ist aber der Zugang in neuester Zeit schwer. Doch der Teufel war raffiniert genug, sich Zutritt zu verschaffen. Da traf er denn im Bräustübl einen schon ganz bierseligen geistlichen Herrn vom Lande, der sich mit dem Teufel aufs Beste unterhielt und eine Maß nach der anderen verschlucke.
»Wissens«, sagte er schließlich zum Teufel, der als ehrsamer Münchener Spießbürger da saß, »i bin a Utilitätsmensch. I woas nöt g’wiß , ob hinter dem Ding – es war von der Religion die Rede – ebbas is aber nix. Is ebbas dahinta , so is guat, wenn ma mitmacht und is nix dahinta, so schodt’s nix. So sog i und i bin da Pforra vo …«
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