Batous magisches Weihnachtsfest
Batous magisches Weihnachtsfest
Es geschah zu der Zeit, als König Rabur das Land Aragon vom verzauberten Wald durch einen tiefen Graben getrennt hatte. Es war eine Zeit der Hoffnungslosigkeit für die Menschen, denn der böse König, der auch noch über Zauberkräfte verfügte, hatte ihnen alle Freude am Leben genommen und dafür gesorgt, dass in Aragon die Sonne kaum noch schien. Tag und Nacht mussten sie arbeiten, um die vielen Steuern bezahlen zu können, die seine Soldaten jeden Monat eintreiben kamen. Und wer nicht bezahlen konnte, dem wurde Haus und Hof weggenommen. So breitete sich eine große Traurigkeit im ganzen Lande aus.
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Eine ungewöhnliche Weihnacht
Eine ungewöhnliche Weihnacht
Elisabeth Berger steht am Fenster ihrer Wohnung, schaut auf die regennassen Straßen. Der November ist immer ein schlimmer Monat, alles ist grau und trübe. Aber Weihnachten steht vor der Tür.
Elisabeth lächelt. Weihnachten, das war früher einmal die schönste Zeit des Jahres für sie, als ihr Mann noch lebte und die Kinder noch klein waren. Sie sah noch heute die leuchtenden Augen von Gerald und Patrizia, wenn sie aufgeregt an der Hand ihres Vaters ins Wohnzimmer kamen und den bunt geschmückten Tannenbaum sahen. Das war lange her.
Elisabeth seufzte.
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Fleischeslust
Fleischeslust
Eine Horror-Kurzgeschichte von Marc Hartkamp
Sprachlos starrten sie sich gegenseitig an. Die eben noch vielversprechende, anregende Unterhaltung, zwischen Mann und Frau, erstarb abrupt. Ein nie gekanntes Gefühl der Wonne, gepaart mit unendlichem Hass, umhüllte sie, legte sanft sein Netz aus grotesker Begierde über sie aus, in dem sie sich unbemerkt und wehrlos verfingen. Diese unsagbare Empfindung drang unaufhaltsam in deren Sinne ein, zerrte sämtliche billigen Lügen, Intrigen, Seitensprünge oder gar schlechte Gedanken dem Partner gegenüber ans Licht und traten nun unabweislich vors Auge.
So saßen sie sich nun verwundert und hilflos gegenüber. Angesicht zu Angesicht.
Doch dieser anomale Sinn zerrte an ihren Instinkten, forderte Handlung doch keiner der beiden wagte den ersten Schritt.
Zögernd und zitternd streckte er seinen Arm in ihre Richtung und streichelte sanft ihr langes, blondes Haar. Weiterlesen
Die Aufgabe
Jeder von uns bekommt eine Aufgabe mit auf den Weg, wenn er in diese Welt geboren wird. Bei dem einen zeigt sie sich nur undeutlich und dringt erst im Alter aus dem Schatten, der sie bis dato verbirgt. Bei dem anderen kristallisiert sie sich während der Schulzeit oder des Studiums heraus, wenn das Hirngespinst, als Biologe, Mediziner, Anwalt oder Mathematiker sein Geld zu verdienen, zu einer festen Absicht wird.
Mark kannte die Aufgabe, die ihm das Leben aufgebürdet hatte, bereits im Kindergarten. Wir waren vier Jahre alt, als wir Bekanntschaft miteinander machten. Es passierte an einem Spieltisch in der hintersten Ecke und ich erinnere mich daran, als lägen zwischen diesem Damals und dem Jetzt keine zweiundvierzig Jahre, sondern höchstens zweiundvierzig Minuten. Während die anderen Kinder rumtollten, stritten, sich mit lautem Geschrei über den Vorschlag der Erzieherin beschwerten, ein Puzzle zusammenzulegen, oder sich aus Langeweile gegenseitig an den Haaren Weiterlesen



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