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Wolfgang Wiekert

Peter Probst – Im Namen des Kreuzes

Peter Probst – Im Namen des Kreuzes

Das Buch beginnt damit, dass ein vierzehnjähriger Jugendlicher namens Patrick, der wiederholt straffällig geworden ist, mit Pater Anselm, einem Bewohner des Klosters St. Joseph in Steinsberg bei München, über seine Taten redet. Der Pater sagt ihm, dieses Haus der Gnade sei seine letzte Chance, ins normale bürgerliche Leben zurückzukehren.

Unwillkürlich drängt sich dabei dem Leser das Bild des pädophilen Priesters auf, der ihm anvertraute Jungen missbraucht.

Im weiteren Verlauf stellt der Autor dann den pensionierten Polizisten und Privatermittler Anton Schwarz vor, einen Mann mittleren Alters mit jüdischen Wurzeln. Dieser wird von der Mutter des Priesteramtskandidaten Matthias Sass engagiert, um den Selbstmord ihres Sohnes zu durchleuchten. Genauer gesagt geht es Irmgard Sass vor allem um die Frage, ob der Priester Wolfgang Heimeran, der Mentor und väterlicher Freund ihres Sohnes war, diesen sexuell missbraucht Weiterlesen

Max Bentow – Die Puppenmacherin

Max Bentow – Die Puppenmacherin

In Berlin lebt Josephin Maurer, eine junge Frau, die Amigurumi-Puppen, das heißt, kleine, gestopfte Tiere oder menschenähnliche Kreaturen, häkelt und strickt. Nach der Fertigstellung einiger Schweine, Hasen und Igel ist sie nun dazu übergegangen, Menschenpuppen im Manga-Stil herzustellen.

Josie, wie sie von Freund und Freundinnen genannt wird, hat gerade eine Puppe, die ihren Namen trägt, für einen Horror-Animationsfilm in Slow-Motion-Technik hergestellt, den ihr Freund Milan gedreht hat, und der beim siebenten Berliner Animations-Kurzfilm-Festival gezeigt wird. Während Milan keinen Preis für seine Arbeit bekommt, erhält Josie den Preis für die beste Ausstattung.

Karen, Josies beste Freundin, und Dr. Hagemuth, ihre Ärztin, beglückwünschen die Preisträgerin, während Milan artig fotografiert. Am Ende gratuliert auch er seiner Freundin, und eine Frau namens Frida König, die offensichtlich ein Fan ihrer Weiterlesen

Wenn der Tod lachen könnte

Sophie Sumburane (Hrsg.)
Wenn der Tod lachen könnte

25 Krimiautoren geben sich in der vorliegenden Anthologie ein Stelldichein. Zu Beginn des Buches liest man Geschichten über den Tod selbst, seine Mitarbeiter, den Konkurrenzdruck und sein Geschäft mit dem Sterben von Mensch und Tier.

Im weiteren Verlauf folgen Kurzkrimis, die es in sich haben. Vor allem handeln diese von verpatzten Mordversuchen, die manchmal zynisch, manchmal absurd oder auch moralisierend daherkommen.

Dabei wird dem Leser klargemacht, dass das Morden nicht immer so einfach und problemlos gelingt, sondern oft auch missglückt. Am Ende lacht dann eigentlich keiner mehr, außer dem Tod selbst. Manchmal erleidet hier der vermeintliche Täter selbst den Tod, den er jemand anderem zugedacht hatte, manchmal auch ein Dritter, der gar nicht mit dem Weiterlesen

Peter Jackob – Narren-Mord

Peter Jackob – Narren-Mord

Zu einer Zeit, als der Fußballclub Mainz 05 noch gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga spielt, ist Fastnacht in Mainz. Kriminaloberkommissar Jacques Schack Bekker wird am Fastnachtssamstag aus dem Bett geklingelt, nachdem er sich am Freitagabend in seiner Stammkneipe die Fernsehsitzung angeschaut und dabei ordentlich getrunken hat.

Wie immer war Schack Bekker am Vorabend als Müllmann verkleidet. Auf seinem anschließenden Heimweg, auf dem er noch durch verschiedene Kneipen zog, hatte er – wie immer – leere Pfandflaschen gesammelt, in diesem Jahr statt in einer Plastiktüte in einer Mülltonne, die er anschaffte, um sein Outfit zu perfektionieren.

Am Morgen des Samstags im Fasching findet man jedoch in seiner Mülltonne neben vielen Flaschen die abgeschlagene Hand einer jungen Frau, die einen teuren, extravaganten Ring trägt.
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Christine Drews – Schattenfreundin

Christine DrewsSchattenfreundin

Katrin Ortrup ist mit ihrem Mann und ihrem Sohn Leo gerade in ihren Heimatort Münster zurückgekehrt. Während ihr Mann Thomas einen sehr anstrengenden Job ausübt, bei welchem er auch sehr viel und sehr weit reisen muss, obliegt Katrin das Auspacken der Kisten und die Sorge für den gemeinsamen Sohn Leo.

Seit sie wieder in Münster ist, hat sie außerdem auch Kontakt zu ihren Eltern. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist eher kalt und reserviert. Ihren Vater allerdings liebt Katrin sehr, der sich auch rührend um sie und seinen kleinen Enkel Leo kümmert.

Endlich lernt Katrin eine Frau namens Tanja kennen, die ihren vermeintlichen Sohn Ben, der sich gleich mit Leo anfreundet, im selben Kindergarten untergebracht hat. Die beiden Frauen schließen ebenfalls Freundschaft, und Tanja, die etwa im selben Alter ist, wie Katrin, entpuppt sich als sehr nett und hilfsbereit.
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