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Im Original Karl Knortz

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 44

Mythen-und-Sagen-der-IndianerBoquena
oder Magier mit dem Buckel

Boquena und sein Bruder wurden von allen benachbarten Indianern für große Magier gehalten, die nur zu ihrem Vergnügen menschliche Gestalt angenommen hätten. Boquena war der Stärkere, doch auch der Hässlichere, da er durch einen fürchterlichen Buckel verunstaltet war. Er ging nie vor die Tür, sondern ließ seinen schöneren Bruder allein in den Wäldern jagen und verrichtete während dieser Zeit die häuslichen Arbeiten.
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 43

Mythen-und-Sagen-der-IndianerWing
oder der Schlafgott

Der indianische Schlafgott heißt in der Odjibwa-Sprache Wing. Er ist unsichtbar; ebenso auch die vielen ihm untergeordneten Geisterchen. Diese sind mit kleinen Kriegskeulen bewaffnet, womit sie den Leuten so lange auf die Stirn klopfen, bis sie sanft einschlafen. Sie halten sich gewöhnlich unter dem Bett auf. Zuweilen setzen sie sich auch auf die Zeltstangen oder kriechen dem Jäger in die Pfeife, und wenn sich dieser dann einmal hinsetzt, um ein bisschen auszuruhen, so fliegen sie leise heraus und klopfen ihn in den Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 42

Mythen-und-Sagen-der-IndianerDie sechs Falken
oder der gebrochene Flügel

Sechs junge Falken, von denen nur Midschidschiquona, der Älteste, etwas fliegen konnte, hatte der plötzliche Tod ihrer Eltern unversorgt und nahrungslos gelassen. Lange hatten sie auf deren Rückkehr vergeblich gehofft, und die Jüngeren hatten sich schon mit dem Gedanken des Hungertodes vertraut gemacht, als sich Midschidschiquona entschloss, die anderen, so gut er eben vermochte, mit Futter zu versehen. Eine Zeitlang ging dies auch recht nett, bis endlich auch er ausblieb.
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 41

Mythen-und-Sagen-der-IndianerMischoscha
oder der Magier vom Oberen See

Zur Zeit, als es noch weniger Menschen in der Welt gab als heutzutage, wohnte eine aus Mann, Frau und zwei Kindern bestehende Familie hoch oben am Oberen See. Da es an Wild nicht mangelte, so war diesen Leuten der Hunger unbekannt, und sie hätten auch sicherlich sonst ein recht glückliches Leben geführt, wenn die Frau nicht mit einem jungen Mann auf allzu vertrautem Fuß gestanden hätte. Ja, sie hatte sogar mit ihm ausgemacht, ihren Mann zu töten, denn sie wusste recht gut, dass es ihr sicherer Tod sein würde, Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 40

Mythen-und-Sagen-der-IndianerJena der Wanderer
oder das magische Päckchen

Vor vielen, vielen Jahren lebte einst ein blutarmer Schlucker namens Jena, der hatte weder Freunde noch Verwandte auf der weiten, weiten Welt und wanderte wie ein verlorenes Schaf unstet von einem Dorf zum anderen. Eines Tages, als er auf die Jagd gegangen war und vorher, um sich etwas zu erleichtern, sein kleines Bündlein an einen Baum gehängt hatte, hatte er das Glück, bei seiner Rückkehr eine nett gebaute Hütte zu finden, die plötzlich wie aus der Erde hervorgezaubert zu sein schien. Ein allerliebstes Fräulein saß Weiterlesen →