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Im Original Karl Knortz

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 49

Mythen-und-Sagen-der-IndianerHeno der Donnerer

Ein schönes junges Mädchen, das im Dorf Gäugwä am Niagarafall wohnte, sollte sich nach dem hartnäckigen Willen seiner Eltern mit einem hässlichen, bejahrten Mann verheiraten, der schon wenigstens seine siebzig Winter gesehen hatte. Aber das Alter hätte am Ende noch am wenigsten ausgemacht, wenn er nicht ein allzu unliebsamer und griesgrämiger Geselle gewesen wäre und nicht außerdem schon fünf Weiber in seinem Wigwam beherbergt hätte. Ein solches Bündnis war natürlich der braunen Jungfrau auf den Tod verhasst, und da sie keinen anderen Ausweg wusste, diesem Unglück zu entgehen, so nahm sie Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 48

Mythen-und-Sagen-der-IndianerIskodä
oder der Präriejunge, der Sonne und Mond besuchte

An einem allerliebsten Sommermorgen gingen fünf junge Männer und ein zehnjähriger Knabe namens Iskodä in aller Frühe auf die Jagd. Sie hatten schon einen ziemlich bedeutenden Weg hinter sich, als die Sonne plötzlich aufging.

»Wie nahe sie ist«, sagte der Älteste von ihnen. »Wahrlich, es muss eine Kleinigkeit sein, sie noch heute zu Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 47

Mythen-und-Sagen-der-IndianerOnwi Bämondang

Ein kleiner Knabe lebte mit seiner Schwester in einem unwirtlichen Land. Da er selten anderweitige Gesellschaft aufsuchte, so hielt ihn jedermann für medizinen. Er hieß Onwi Bämondang, d. h. einer, der einen Ball am Hals trägt.

Als er recht groß geworden war und Pfeil und Bogen tüchtig zu führen wusste, wollte er gerne einmal das benachbarte Dorf besuchen, um das Leben und Treiben der roten Krieger etwas näher kennenzulernen. Er Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 46

Mythen-und-Sagen-der-IndianerLilina

Die Pakwadschinnis oder die kleinen Luftgeister vom Oberen See sind ein gar lustiges und munteres Völkchen. Wenn heller Mondschein die Erde färbt und angenehme Luft ihr Geisterwäldchen fächelt, führen sie ihre anmutigen und neckischen Tänze unter Begleitung sanfter Musik auf und lassen sich dabei häufig von neugierigen Fischen in angemessener Entfernung bewundern. Doch sind sie lange nicht so harmlos und unschuldig, wie sie aussehen, denn sie spielen Jägern und Fischern mitunter manchen empfindlichen Schabernack, rauben ihnen häufig die Federn vom Kopf oder stehlen ihnen nächtlicherweile das Bärenfett Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 45

Mythen-und-Sagen-der-IndianerAggodägadä
oder der Mann mit dem aufgebundenen Bein

Die Stämme des Waldes und die der Prärie lagen seit einiger Zeit hartnäckig miteinander in Streit, und Aggodägadä musste mit seinem kleinen Wigwam in eine ganz entlegene Gegend flüchten, um nicht auch einmal seinen Skalp einzubüßen. Dieser Aggodägadä war ein tüchtiger Jäger und Fischer, hatte aber schon in seiner Jugend den Gebrauch des rechten Beins verloren, weshalb er es nun ständig auf seinen Rücken band. Sein Gang bestand daher nur im Hüpfen. Doch hatte er darin im Laufe der Zeit eine solche Fertigkeit Weiterlesen →