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Im Original Ernst Meier

Schwäbische Sagen 4

Schwäbische-Sagen

Die weißen Fräulein in Neubulach
Mündliche Überlieferung aus Neubulach

In der Nähe des Pfarrhauses zu Neubulach liegen die Reste eines alten Schlosses, auf die später ein Haus gebaut worden war. In diesem Haus gehen zwei Fräulein um, zeigen sich alle sieben Jahre zur Adventszeit und singen. Eine Tochter des Hauses hätte sie einmal erlösen können. Es fehlte ihr aber der Mut dazu.
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Schwäbische Sagen 3

Schwäbische-Sagen

Die weißen Fräulein in Walddorf

Eine mündliche Überlieferung aus Walddorf

In dem Flecken Walddorf, der zwischen Tübingen und Nürtingen liegt, erschienen eines Winters in einem Haus zwei kleine weiße Fräulein. Diese besuchten die »Lichtkarz« (Spinnstube) und spannen mit den übrigen Mädchen um die Wette, setzten sich aber immer in die Ecke auf eine kleine Bank, redeten nicht ein einziges Wort und verließen regelmäßig die Spinnstube mit dem Schlag Weiterlesen

Schwäbische Sagen 2

Schwäbische-Sagen

Die Nachtfräulein des Urschelbergs

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Eine mündliche Überlieferung aus Pfullingen

In Pfullingen liegt eine ganze Häuserreihe, die heißt »Wiel« oder »auf Wiel«. Die Straße, welche daran vorbeiführt, ist die Fortsetzung der »Heergasse«, über welches das Mutesheer hinzieht, und führt weiter nach Genkiengen. In diese Häuser »auf Wiel«, besonders aber in das letzte Haus rechts, kamen des Winters oftmals drei weiße, kleine Fräulein, die man Nachtfräulein oder Weiterlesen

Schwäbische Sagen 1

Schwäbische-Sagen

Das Opfer für die alte Urschel

Eine mündliche Überlieferung aus Pfullingen

Ein Vorsprung des Urschelberges bei Pfullingen wird das »Hörnle« genannt, über welches der Weg auf den eigentlichen Urschelberg führt. Wenn die Pfullinger Kinder diesen Berg besteigen wollen, um Holz zu suchen, so kommen sie in der Nähe der Frauenhalder Weinberge an einem Stein vorüber, der heißt der »Remselesstein«, weil hier jedes Kind zwei bis drei durchlöcherte Weiterlesen