Der Marone – Käthchen und Yola
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 14
Käthchen und Yola
In einer dem Getöse und dem Geräusch der Küche am weitesten entlegenen Ecke des Herrenhauses von Willkommenberg befand sich eine kleine, aufs Reichste und Zierlichste ausgestattete Kammer. Das Licht fiel von zwei Seiten durch die mit Jalousien versehenen Fenster hinein, die, wenn sie geöffnet wurden, freien Zutritt auf einen kleinen Balkon gestatteten, der an der Außenseite vor jedem der Fenster angebracht war.
Eines der Fenster ging nach hinten hinaus, wo man den Hinterhof, einen Teil des Gartens und dabei den bewaldeten Abhang erblickte. Das andere gewährte den Blick auf die linke Seite des Hauses, wo die Zierbüsche sich bis zum Fuß Weiterlesen
Der Marone – Loftus Vaughan auf der Lauer
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 13
Loftus Vaughan auf der Lauer
An jedem Tag nach Erhalt der beiden Briefe von England und fast jede Stunde des Tages konnte man Loftus Vaughan mit dem Teleskop in der Hand an einem der offenen Fenster seines Hauses sehen, um mit dessen Hilfe die Reede und das offene Meer vor der Montego Bay zu beobachten.
Der Zweck seiner Betrachtungen war derjenige, die Seenymphe, bevor sie in den Hafen fuhr, zu erspähen, damit sein Wagen am Hafen den vortrefflichen Herrn Smythje bei seiner Landung sofort empfangen könne. Zu jener Zeit fuhren über den Atlantik noch keine Dampfschiffe, die pünktlich am bestimmten Tag, ja fast auf die Minute eintreffen. Obgleich Weiterlesen
Der Marone – Der Kajüten-Passagier
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 12
Der Kajüten-Passagier
Ein anderer Passagier der Seenymphe, mit dem unser Leser notwendigerweise bekannt gemacht werden muss, war ebenfalls ein junger Mann, augenscheinlich von demselben Alter, wie der bereits erwähnte. Nur hierin und in ihrer Eigenschaft als Engländer glichen sie sich, in allen anderen Beziehungen waren sie einander sehr unähnlich. In Bezug auf Gesichtsbildung auf die Farbe der Haare, der Augen und des Bartes war jeder sogar ein vollkommener Gegensatz des Anderen.
Jener war von dunklem Teint, dieser aber von vorzugsweise heller Haut mit Haaren von ganz heller, gelblicher Farbe, die aussahen, Weiterlesen
Der Marone – Der Zwischendeck-Passagier
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 11
Der Zwischendeck-Passagier
Am dritten Tage, nachdem das Sklavenschiff in der Bay von Montego vor Anker gegangen war, erschien ein großes Schiff unter vollen Segeln auf der hohen See, lief der Küste zu und fuhr dann in den Hafen hinein. Die englische Nationalflagge wehte hoch über dem Taffrail des Schiffes und spielte munter in der Luft. Die verschiedenen Kisten, Ballen, Koffer und Mantelsäcke, die auf dem Deck zu sehen und für die Ausladung hinaus gebracht waren, sowie die freie männliche Haltung der Matrosen zeigten an, dass es sich dabei um ein stattliches Kauffahrteischiff handeln musste. Die Inschrift am Heck zeigte an, dass es die Seenymphe von Liverpool sei.
Obwohl mit Kaufwaren beladen und in der Tat nur ein Kauffahrer, zeigte doch die Gegenwart verschiedener Personen in Weiterlesen
Der Marone – Judith Jessuron
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 10
Judith Jessuron
In der unliebenswürdigsten Laune ritt der Sklavenspekulant die große Allee hinunter. So verdrießlich und außer sich vor Ärger war er über das Ergebnis seines Besuches, dass er nicht daran dachte, seinen blauen Regenschirm aufzuspannen, um sich vor den heißen Strahlen der Sonne zu schützen, die fast senkrecht niederfielen, sondern er benutzte ihn dazu, um von Zeit zu Zeit die Seiten seines Maulesels zu bearbeitete, gleichsam, als wollte er seinen Ärger an dem armen Tier auslassen.
Auch schwieg er nicht still, obgleich er allein war. In einer Art von unfreiwilligem Selbstgespräch murmelte er beim Reiten lange Weiterlesen

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