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Im Original Johann Wilhelm Wolf

Hessische Sagen 17

Das schwere Laub

Eine alte Frau ging in den Wald bei Alsbach, wo man es im Rabenloch heißt, um Laub zu lesen. Während sie damit beschäftigt war, kam ein Mann zu ihr, den sie nie gesehen hatte, fragte sie dies und jenes und lachte immer dazu, wenn sie ihm antwortete, bis sie Weiterlesen

Hessische Sagen 16

Der Sterbenden Fluch

Zwischen Lütter und Schmalnau im Riedergrund stand vor Zeiten ein Hochgericht, jetzt sieht man jede Nacht dort einen Wagen, der von zwölf bis eins umfährt und dann verschwindet. Darin sitzt ein Herr von Weihers.
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Hessische Sagen 15

Das jammernde Irrlicht

Ein Jägerbursche sah jeden Abend, wenn er nach Hause ging, ein Irrlicht, das folgte ihm auf seinem ganzen Weg und flehte mit jammernder Stimme um Erbarmung, weil er zu seiner Erlösung ausersehen sei. Aber der Jäger war ein rauer Geselle und achtete Weiterlesen

Hessische Sagen 14

Zwetschenheinrich

Am Rhein bei Gernsheim liegt eine Mühle, die hat zwölf Gänge. Als diese gebaut wurde und das erste Stockwerk fertig war, ging dem Müller das Geld aus. Als der Mann nun so traurig an den Mauern herumschlich und nicht wusste, wie er sich helfen solle, stand plötzlich der Zwetschenheinrich (Teufel) vor ihm und sprach: »Verschreib mir was, dann geb ich dir augenblicklich einen Mehlsack voll Geld.«
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Hessische Sagen 13

Der Korndrache

Der Bauer Edel in einem Dorf am Rhein war in kurzer Zeit so reich geworden, dass er kein Ende des Geldes wusste. Die Leute zischelten sich allerhand darüber zu, aber keiner konnte so recht klug daraus werden. Eines Tages ging Edel auf eine Hochzeit Weiterlesen