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Catweazle

Catweazle

Das Fernsehen in den 1960er und 1970er Jahren war das Internet seiner Zeit. Jeder war davon fasziniert. Als eine neue Erfindung brachte es Menschen auf eine Weise zusammen, wie es zuvor nur das Radio in den vergangenen Jahrzehnten geschafft hatte. Im Gegensatz zum Radio, das man nebenbei hören konnte, erforderte das Fernsehen jedoch, dass man seine Aufmerksamkeit vollständig darauf richtete und alle anderen Aktivitäten unterbrach, um es wirklich schätzen zu lernen.

Und so verbrachten wir die Abende in unserem Wohnzimmer damit, fernzusehen: von ungefähr 18:00 Uhr bis zur Schlafenszeit, und zusätzlich tagsüber an Feiertagen. Einmal habe ich alle Serien aufgeschrieben, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnern konnte, und es waren derer viele, die via Sendemasten auf dem Hohen Meissner auch unsere Fernsehantennen – sie waren unter dem Dach installiert und somit von außen durch die GHG1 nicht einsehbar, wenn wir sie auf Westfernsehen ausgerichtet hatten – erreichten. Die meisten davon waren nicht besonders erwähnenswert, obwohl sie es damals schafften, ihr Publikum (einschließlich mir) zu unterhalten. Zwei stechen jedoch hervor: Die eine, Star Trek, hat einen besonderen Platz in meinem Herzen erobert; die andere war die erste Staffel einer kurzlebigen Serie namens Catweazle.

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Der Schatten des Korsen

Clive Cussler, Dirk Cussler
Der Schatten des Korsen
Ein Dirk-Pitt-Roman
Die Dirk Pitt-Abenteuer, Band 27
Originaltitel: Corsican Shadow (Dirk Pitt 27)

Abenteuerfiktion, Thriller, Suspense, Hardcover mit Schutzumschlag, Blanvalet, München, 26. Juni 2024, 496 Seiten, 24,00 EUR, ISBN: 978-3764508746, Aus dem Amerikanischen von Wolfgang Thon

Zwei Männer. Gefesselt. In einem randvoll mit Plastiksprengstoff bepackten LKW. Ungebremst durchs nächtliche Paris Richtung … Eiffelturm. Etwa eine Szene aus dem neuen Bond? Fast. Eher ein typischer Arbeitstag im Hause von Dirk Pitt, dem maritimen Pendant zum britischen Doppelnull-Agenten. Vor fast fünfzig Jahren vom 2020 verstorbenen Clive Cussler ersonnen und mindestens so unsterblich wie der berühmteste fiktive Geheimagent aller Zeiten. Mit mindestens einem Unterschied: Bringt es die Bond-Filmreihe auf (noch) 25 offizielle Filme, ist Der Schatten des Korsen das mittlerweile 27. Pitt-Abenteuer, seit dem Vorgänger Weiterlesen

John Strobbins – Eine Einführung

John Strobbins – Eine Einführung

In der französischen Pulpliteratur existieren Autoren, die kultiger sind als die bekanntesten Vertreter der schreibenden Zunft. Unbestreitbar haben Persönlichkeiten wie Georges Simenon, Frédéric Dard und Léo Malet oft das höchste Maß an Anerkennung von Lesern erhalten. Dennoch gibt es andere Autoren, die heute der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind, deren Werke jedoch den Geist der früheren Leser und einiger seltener Enthusiasten der Gegenwart erfreuen – und gedanklich ihre berühmteren Kollegen übertroffen haben.
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Das Gespensterbuch – Achte Geschichte

Das Gespensterbuch
Herausgegeben von Felix Schloemp
Mit einem Vorwort von Gustav Meyrink
München 1913

Rudyard Kipling
Meine selbsterlebte, wahre Geistergeschichte

Diese Geschichte handelt ausschließlich von Geistern. Es gibt in Indien Geister, die die Form von dicken, kalten, klebrigen Leichnamen annehmen und sich in Bäu­men nahe der Straße verbergen, bis ein Reisender vorbeikommt. Dann fallen sie ihm auf den Hals und bleiben da. Es gibt auch furchtbare Geister von Frauen, die im Kindbett ge­storben sind. Diese streichen in der Abenddämmerung die Wege entlang oder verbergen sich in den Getreidefeldern nahe den Dörfern und rufen verführerisch. Aber ihrem Ruf zu folgen, bringt Tod in dieser Welt und in der nächsten. Ihre Füße sind nach rückwärts gekehrt, sodass alle nüchternen Männer sie erkennen können. Es gibt auch Geister kleiner Kinder, die in Brunnen geworfen worden sind. Diese halten sich an Brun­nenmauern und an den Rändern Weiterlesen

Nick Carter – Band 15 – Ein verbrecherischer Arzt – Kapitel 11

Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein verbrecherischer Arzt
Ein Detektivroman

Die Entlarvung des Doktors

Es war etwa um sieben Uhr am nächsten Morgen, als die beiden jungen Detektive, welche unverdrossen in der Grandstreet auf der Lauer gelegen hatten, von ihrem Versteck aus auf der anderen Seite des Bürgersteiges einen Mann eilig herankommen sahen, in welchem sie ohne weiteres Doktor Staples erkannten.

Kaum hatten sie indessen diesen Frühaufsteher wahrgenommen, als sie auch schon einen zweiten Mann erspähten, der augenscheinlich in des Ersteren Verfolgung begriffen war.

»Was ist das für ein Kerl?«, flüsterte Chick seinem jüngeren Gefährten zu.
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