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Vergessene Werke

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 21

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Hans von Hackelberg, der wilde Jäger

Wer hätte nicht vom wilden Jäger gehört, der von den Höhen des Brockens und des Bruchberges herab auf weißem Ross daherstürmt? Seiner Rüden Gebell, das Pferdegewieher und sein lauter Jagdruf Hoi, hoi, hoho, hoho schrecken den einsamen Wanderer und schnell wirft er sich zu Boden, damit das wilde Heer über ihn wegziehe. Dem Zug voran fliegt die Eule Tutursel. Sie war eine Nonne gewesen, hatte aber ihre Gelübde gebrochen und muss deshalb als Eule verwandelt unstet umherirren. Ihr klagendes Schuhu klingt schauerlich wie ein Warnruf durch die Lüfte. Alles beeilt sich, sein Heim zu erreichen und Tür und Fenster zu verschließen. Wenn dann mit Sausen und Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 59

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

59. Wie Rübezahl eine arme Familie glücklich macht.

Damals, wo einer nur hinausgehen und sich für den Winter im Wald Holz machen durfte, so viel er nur gebrauchte, ging auch ein armer Mann aufs Gebirge, um seine dort gesammelten Vorräte herunterzuholen. Der Winter war aber zu der Zeit sehr schlecht und die Kälte streng, denn es lag so wenig Schnee, dass die Leute in große Rot gerieten, wegen des Holzes, und gar nicht wussten, wie sie es herunterbringen sollten. So ging es denn auch dem Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 62

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

64. Die weiße Frau in Soest

In Soest lebte ein Bürger, mit Namen Henricus Gemma, und der hielt eine Schenke, die jedoch in einiger Entfernung von seinem Wohnhaus lag. Eines Abends kehrte er spät zurück, das aus dem Wein gelöste Geld in seiner Tasche. Auf dem Weg fand er eine Frau in weißem Gewand.

Die zog ihn, als er an ihr vorbeikam, beim Rock und sprach zu ihm: »O Freund, wie lange habe ich hier schon deiner geharrt! Nun komm auch mit mir und gib mir deine Gunst.«
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Deutsche Märchen und Sagen 61

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

62. Jan-Aarten-boimke

Nahe bei einem Grabhügel bei Tilburg steht eine tausendjährige Eiche, welche man Jan-Aarten-boimke nennt. Bei diesem Baum geht es um und man erzählt sich viel von ihm. Die ganze Umgegend ist reich an Urnen, auch findet man dort viel Holzasche mit Menschenbeinen darunter.

63. Weiße Frau zu Stammheim

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Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 20

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Der Brocken

Der höchste Gipfel des Harzes ist der Brocken, der im Volksmund auch Blocksberg genannt wird.

Woher der Name »Brocken« stammt, ist nicht festzustellen und die verschiedensten Vermutungen werden darüber aufgestellt. Die älteste und, wie wohl anzunehmen, richtigste Form ist Brakenberg, von Braken abgeleitet. Das Wort Braken nämlich bedeutet untaugliches Gehölz, wie es auch der Brocken trägt. Drei größere Flüsse, die Bode, die Ecker und die Ilse sowie mehrere kleinere, entspringen am Brocken und trennen denselben von den anderen Bergen des Harzes. Nur der Kleine Brocken und die Heinrichshöhe hängen unmittelbar mit den umliegenden Höhen Weiterlesen →