Archiv

Vergessene Werke

Addy der Rifleman – Die deutschen Fäuste bei Oriskany

Max Felde
Addy der Rifleman
Eine Erzählung aus den nordamerikanischen Befreiungskämpfen
Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart, Berlin, Leipzig, 1900

Die deutschen Fäuste bei Oriskany

Mehrere Wochen waren vergangen; man schrieb den 6. August.

An diesem Tage befand sich Addy, der Jäger, auf einem schmalen Waldpfad des benachbarten Indianergebietes, wenige Meilen nur südöstlich des Forts Stanwix, welches zum Schutz der kolonisierten Gebiete vor Jahren schon errichtet worden war.
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Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel V, Teil 4

Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.

Kapitel V, Teil 4

Den kommenden Morgen begünstigte das schönste Wetter dieses einzige Volksfest. Asmodi stand früh vor seines Freundes Bett und unterhielt sich wie gewöhnlich mit demselben, während dieser frühstückte und Toilette machte, über Politik und die neuesten Tagesbegebenheiten. Dieses Mal kamen die Polen auf das Tapet, für die Michel wie die meisten Menschen, deren Herz der krasseste Egoismus und Geldgier noch nicht für alles Edlere gefühllos gemacht hatten, eine große Sympathie zeigte. Der Teufel aber meinte, dass sie ihr Unglück doch nicht so ganz Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 81

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

96. Karlstadts Tod

In der letzten Predigt, welche Karlstadt zu Basel hielt, sah er, wie ein großer schwarzer Mann in die Kirche kam und sich neben den Bürgermeister setzte. Beim Ausgang aus der Kirche fragte Karlstadt, wer der Unbekannte gewesen sei, aber das wusste keiner ihm zu sagen, denn keiner hatte den Mann gesehen. Als der Prediger nach Hause kam, erzählte man ihm dort, der große schwarze Mann sei vor wenigen Augenblicken dagewesen und habe sein jüngstes und geliebtestes Kind bei den Haaren ergriffen und hoch aufgehoben von der Erde, dann getan, als Weiterlesen →

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 42

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Kloster Walkenried

Anmutig, von hohen Bergen umschlossen, liegt das freundliche Dorf Walkenried, dessen Häuser von der mächtigen Ruine des ehemaligen Zisterzienserklosters Walkenried überragt werden.

Im Jahre 1129 wurde das Kloster von der frommen Gräfin Adelheid von Klettenberg gegründet, die nicht allein den Grund und Boden zu dem Bau gab, sondern auch für inneren und äußeren Schmuck sorgte und zahlreiche Reliquien mit großen Kosten anschaffte. Kaiserliche und päpstliche Privilegien beförderten den Aufschwung und bald gehörte Walkenried zu einem der reichsten Klöster.
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Deutsche Märchen und Sagen 80

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

94. Reissenstein

Auf dem Reissenstein oder Riesenstein wohnte ehedem ein gewaltiger Riese. Der wollte sich eine Burg bauen und rief am Ende eine Anzahl Werkleute zusammen, denen er befahl, oben auf dem Berg ein Schloss aufzurichten. Als das Werk fast vollendet war und nur der letzte Nagel am obersten Fenster noch fehlte, die Werkleute aber zaghaft dastanden, indem diese Arbeit eine gar gefährliche war, da fasste der Riese plötzlich einen der Knechte beim Kragen und hielt ihn vor das Fenster.
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