Das Buch vom Rübezahl – Teil 14
Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852
15. Wie Rübezahl sich als Holzhauer verdingt
Eines Tages kam Rübezahl zu einem Bürger in Hirschberg, der eben eines Holzhauers bedurfte, bot sich als solcher an und forderte als Lohn für seine Mühe nicht mehr als eine Hucke Holz. Der Bürger, ganz vergnügt so wohlfeilen Handels davonzukommen, zeigte ihm mehrere Fuder und erbot sich ihm noch Leute zur Hilfe zu geben. Aber Rübezahl entgegnete, er wolle das schon allein bezwingen.
Darauf fragte ihn der Bürger, weil er keine Axt bei ihm gewahr wurde, wo er die Axt habe.
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Deutsche Märchen und Sagen 142
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
184. Das Marienbild im Dom zu Speier
Sankt Bernhard hatte sich einmal verspätet unter den Fürsten, die zu einem Reichstag gen Speier gekommen waren. Die Stunde, wo er gewöhnlich Maria mit einem Ave zu grüßen pflegte, hatte schon längst geschlagen, als er sich erst seiner Säumnis erinnerte. Er lief also, so sehr er konnte, dem Dom zu und begann schon einige Schritte vor dem Altare sein Gebet: O clemens, o pia, o dulcis virgo Maria, d. h. O du gütige, o du milde, o du süße Jungfrau Maria.
Das Buch vom Rübezahl – Teil 13
Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852
14. Der freigebige Rübezahl
Von Rübezahls Freigebigkeit hat man außerdem noch viele Beweise, wie folgende Geschichten lehren:
1.
Ein armes Weib ging aufs Gebirge, um Wurzeln zu suchen. Da kam Rübezahl als ein Bauer zu ihr, redete sie an und fragte, was ihr Begehr hier oben sei. Die arme Frau gab ihm zur Antwort, sie suche nur etliche Wurzeln, Weiterlesen
Carrier, der Erzteufel – Teil 2
Carrier, der Erzteufel, in eine Menschenhaut eingenäht, der in wenigen Monaten in der französischen Stadt Nantes mehr als fünfzehntausend Menschen von jedem Alter und Geschlecht erwürgen, ersäufen, erschießen, martern und guillotinieren ließ, ein blutdürstiges Ungeheuer und höllischer Mordbrenner
Zur Warnung vor blutigen Revolutionen
Von Dr. F. W. Pikant (Friedrich Wilhelm Bruckbräu)
Verlag der J. Lutzenbergerschen Buchhandlung, Altötting, 1860
Ein heuchlerischer Gerichtsdiener
Brial hatte recht, den Besuch der Gerichtsdieners Chablais zu weissagen, der einige Minuten später in den Laden trat und mit einer demütig bescheidenen Miene fragte: »Stör ich dich vielleicht, Bürgerin Vidot?«
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Das Buch vom Rübezahl – Teil 12
Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852
13. Wie Rübezahl Getreide kauft
Das Glück hat sonst noch manchem im Gebirge wohlgewollt, der sich dessen nicht versah.
Einem böhmischen Bauer, der sein Korn nach Schmiedeberg führen wollte, begegnete unterwegs ein Mann, welcher das Aussehen eines Wirtes hatte, von der Seite des Berges herkam und ihn fragte, was er geladen habe.
»Korn«, versetzte der Bauer, »das will ich nach Schmiedeberg führen.«
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