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Vergessene Werke

Deutsche Märchen und Sagen 145

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

188. Das Gnadenbild in der Maria-Ablass-Kapelle zu Köln

Dieses Bildnis hatte man in der Mauer gefunden. Lange nachher kam einmal eine Kaiserin nach Köln, die wollte aber das Bild nicht eher sehen, als bis es mit neuen Farben gemalt wäre. Sie schickte darum einen berühmten Meistermaler in die Kapelle und der malte das Bild aufs Neue, so schön, wie er nur konnte. Kaum aber trat die Kaiserin in die Kirche, als die Farben alle verschwanden und das Bild wieder war, als hätte man keine Hand daran gelegt. Solches geschah zu dreimalen. Da endlich erkannte die Kaiserin, die Engel müssten das Bild gemalt haben, Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 144

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

187. Das Kreuzchen im Weißen-Frauenkloster zu Köln

Vor Zeiten herrschte einmal im Kloster der Weißen Frauen zu Köln gar schlechte Ordenszucht; die Nonnen hingen mehr an der Welt denn an Gott und trieben viel böses Zeug. Eine nur hielt es nicht mit ihnen und bewahrte Sinn und Herz rein.

Spät in der Nacht und früh am Tage fand man sie vor einem kleinen Kreuzbildchen in ihrer Zelle. Als die anderen Nonnen sahen, dass sie sich von ihnen absonderte, gingen sie hin und stahlen ihr das Kreuzchen aus der Zelle.
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Mad Dan, der Spion von 1776 – Kapitel 3

C. B. Lewis
Mad Dan, der Spion von 1776
Kapitel 3

Die Rückkehr des Captains

Kämpfend zogen sich die Kolonialtruppen entlang der Südlinie des Staates vor den vorrückenden Truppen von Cornwallis zurück. Die Kavallerie unter dem Kommando von Captain Tracy wurde zum Schutz ihrer Häuser auf den Allegheny-Kamm zurückbeordert und war nur wenige Stunden vor der britischen Kavallerie unter Tarleton.

Guy hatte seine versprochene Braut seit über einem Jahr nicht mehr gesehen. Seit ihr Vater festgestellt hatte, dass sie den Rebellen liebte, hatte er sie fast wie eine Gefangene gehalten. Seit dem Tag, an dem er sie auf der Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 143

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

185. Unsere liebe Frau vom schiefen Hals zu Nieuwpoort

In der Liebfrauenkirche zu Nieuwpoort sieht man ein uraltes Marienbild, dessen Haupt mit Gewalt auf eine Seite gedreht scheint. Obwohl der Stoff, aus dem das Bild gemacht ist, der Art ist, dass er nicht beugbar sein kann, war der Kopf doch nicht immer so zur Seite gekehrt.

Man erzählt, dass eines Nachts Diebe in die Kirche drangen, um die köstlichen Steine und Juwelen zu stehlen, mit welchen das Bild geziert ist. Als sie aber eben daran rührten, wendete die Muttergottes das Haupt und stellte sich Weiterlesen →

Casparino – 1. Kapitel

Casparino
genannt der Bluthund, der furchtbare Räuberhauptmann, und seine verruchten Mordgesellen, der Schrecken zwischen Rom und Neapel
Ein Schauerblick in das italienische Banditenleben
Verlag von J. Lutzenberger in Burghausen

I.

Casparino ist der Name eines gefürchteten Banditenhäuptling, der einst mit seiner zahlreichen Schar wilder, verdorbener und mordlustiger Gesellen die Gegend von Rom bis Neapel höchst unsicher machte und in steten Schrecken versetzte.
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