Diane Teil 1 – Kapitel 6
Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Sechstes Kapitel
Der Verbrecher und sein Kind
Als die Flüchtlinge in die Nähe der Stadt gelangten, erforderte es die Vorsicht, einen festen Plan zu fassen, demzufolge fernere Maßregeln getroffen werden sollten. Der Alte war aus seinem bewusstlosen Zustand in so weit erwacht, dass er begreifen konnte, um was es sich handelte. Man kam überein, sich zu trennen, da man nicht Weiterlesen
Der Arzt auf Java – Erster Band – Kapitel 2
Alexander Dumas d. Ä.
Der Arzt auf Java
Ein phantastischer Roman, Brünn 1861
Erster Band
Kapitel 2
Der Doktor Basilius
Eusebius dachte nach diesen Versuchen, das Beste würde sein, wenn er wartete, bis Doktor Basilius sein Haus verließe, wie er dies zu tun versprochen hatte. Dann wollte er ihn anreden und ihm bis zu seiner Wohnung führen.
Der Sturm dauerte noch immer fort, das Toben des Meeres und das Pfeifen des Windes hatten sich nicht Weiterlesen
Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 7
Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845
7. Wie Rübezahl einen bösen Edelmann bestraft
Es war einmal unten am Gebirge ein Edelmann, ein gar wüster und hochmütiger Geselle, welcher die Bauern schindete und plagte, und meinte, dazu wären sie eben für die Edelleute da, so gut wie das liebe Vieh, und war überall Klagen und Jammern weit umher. Er hatte früher zu den schwarzen Brüdern gehört, so damals in Schlesien hausten wie die Räuber, und waren doch lauter Edelleute, die sich durch einen furchtbaren Schwur verbunden Weiterlesen
Die Fahrten und Abenteuer des kleinen Jacob Fingerlang 15
Die Fahrten und Abenteuer des kleinen Jacob Fingerlang
Ein Märchen von Gotthold Kurz
Nürnberg, bei Gottlieb Bäumler 1837
Fünfzehntes Kapitel
Jacob wird von einem Storch verfolgt, der ihn zum Nest tragen will.
Aber Jacob verlor die Besinnung nicht, er tauchte auf und schwamm mit kräftigem Arm ans jenseitige Ufer, während der Wagen seiner sauberen Begleiter in der Ferne entschwand.
Eine weite Grasebene dehnte sich hier vor ihm aus, von Wassergräben durchschnitten, von zahlreichen Rindern Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 1
Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
1. Das goldene Schloss
Es waren einmal ein König und eine Königin, die wohnten in einem Schloss von purem Gold. Die Königin war eine Zauberin. Sie hatte unter vielen anderen Sachen auch ein Spiegelchen. Wenn der König ausging, dann schaute sie da hinein und dann konnte sie alles sehen, wohin er ging, was er tat, gerade als hätte er vor ihr gestanden. Zugleich hatte sie alsdann die Macht, ihn überall hingehen zu lassen, wohin sie wollte. Es geschah nun einmal, dass sie den König auf die Art hin und wieder spazieren gehen ließ, bis er endlich an das Gestade der See kam. Weiterlesen
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