Archiv

Vergessene Werke

Deutsche Märchen und Sagen 26

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

26. Von vier Wunschdingen

Es war einmal ein sehr reicher und mächtiger König, der hatte drei Söhne. Eines Tages rief er sie alle drei vor sich, schenkte jedem ein großes, schönes Seeschiff.

Dann fragte er den Ältesten: »Nun sag mir einmal, was willst du mit dem Schiff machen?«

Der antwortete: »Ich fahre damit in die weite Welt und komme nicht eher wieder, bis ich es mit Schätzen gefüllt Weiterlesen →

Diane Teil 2 – Kapitel 4

Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Zweiter Teil

Viertes Kapitel

Das Haus der Witwe

In einer der kleinen, engen und düsteren Quergassen des ältesten Stadtviertels von Königsberg stand ein Mann im Mantel um elf Uhr in der Nacht vor der Haustür eines unscheinbaren und halbverfallenen Gebäudes. Der Mond, Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 30

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

30. Wie Rübezahl ein Subjekt heimschickt.

Unfreundlichkeit und Unhöflichkeit konnte Rübezahl einmal nicht leiden, und wer sich diese zu Schulden kommen ließ, der hatte es mit ihm zu tun und ist es sonach heutzutage sehr gut, dass er sich nur selten sehen lässt, sonst würden viele Hälse gebrochen werden.

Kam einmal ein Apotheker, er war ein Subjekt, und sagte: »Ich will ins Gebirge gehen und Kräuter suchen.« Er Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 25

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

25. Von dem Schiff, das zu Wasser und zu Lande fuhr

Ein reicher und mächtiger König hatte nur eine einzige Tochter. Er ließ ein Gebot ausgehen in alle Länder, worin es hieß, er wolle die Tochter nur dem geben, der ein Schiff machen könne, welches zu Wasser und zu Lande führe.

Das hörten drei Jungen und die sprachen untereinander: »Warte, wir wollen doch einmal sehen, ob wir das nicht fertig kriegen.«

Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 29

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

29. Wie Rübezahl die Modenarren bestraft.

Es wäre gut, wenn Rübezahl sich heutzutage öfter zeigte und machte es, wie er es in folgender Geschichte gemacht hat, und würde doch damit vielleicht nichts ausrichten, denn bei den Deutschen ist da Hopfen und Malz verloren.

Es war damals, als die Deutschen anfingen sich zu schämen, dass sie Deutsche waren, und wollten lieber Narren Weiterlesen →