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Jackson

Jackson – Teil 25

Eine böse Überraschung

Am Anfang waren sie siebzehn, neun Männer, acht Frauen.

Die besten Studienabgänger, Wissenschaftler und Professoren Europas, eine handverlesene Elite. Unter der Schirmherrschaft eines weltweiten Konsortiums an finanzstarken Größen aus Wirtschaft, Politik und Medien sollten sie in der menschenleeren Weite des Australischen Outbacks in aller Ruhe ein Projekt verwirklichen, das die Welt revolutionieren konnte. Palinginese, so der Name des Projekts, hatte die höchsten humanitären Ziele, die man sich denken konnte. Es ging um nichts Geringeres, als Krankheiten wie Krebs und Alzheimer endlich zu besiegen, und die Mittel, die sie dabei zur Verfügung hatten, schienen unbegrenzt.

Das war vor drei Jahren, soviel hatte ich inzwischen mitbekommen.
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Jackson – Teil 24

Enthüllungen

Mein Atem ging stoßweise und mein Kopf dröhnte wie eine der großen Glocken von Big Ben, wenn die Queen Geburtstag hat.

Während ich versuchte, mir Klarheit darüber zu verschaffen, was hier eigentlich vorging, bemühte ich mich krampfhaft, nicht auf die entsetzliche Alte zu starren, die uns in ihre Hütte gezerrt hatte.

Vergebens!

So sehr ich auch versuchte, meinen Blick von dem Unfassbaren abzuwenden, es misslang.

Glauben Sie mir, ich habe in meinem Leben schon Dinge zu sehen bekommen, die einen normalen Menschen an den Rand des Wahnsinns getrieben hätten, aber das, was ich jetzt beobachten konnte, ließ selbst mich an Weiterlesen

Jackson – Teil 23

Den Tod im Nacken

»Komm!«, flüsterte Linda, griff nach meiner Hand und zog mich in das Zimmer.

Bis auf einen wackligen Stuhl, einem Tisch und einer Waschschüssel aus Blech samt einer dazugehörigen Kanne bestand der ganze Raum nur aus einem riesigen Bett mit schmiedeeisernem Rahmen und durchgelegenen Strohmatratzen.

Als ich hinter mir die Tür ins Schloss zog, ließ sich Linda mit einem erleichternden Seufzer rücklings auf das Bett fallen.

»Wir sollten von hier wieder verschwinden«, sagte ich.

Mit einem Ruck nahm Linda den Oberkörper wieder hoch und stützte sich mit den Händen auf der Decke ab.
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Jackson – Teil 22

Ein mörderisches Trio

Ich konnte den Ärger förmlich spüren, obwohl ich diese Männer in meinem Leben noch nie gesehen hatte. Zum einen wirkten die drei Typen, die sich bisher im Hintergrund gehalten hatten, alles andere als vertrauenswürdig, und zum anderen war sowohl ihre Wortwahl als auch ihre Gestik geradezu auf Krawall gebürstet.

Der Größte von ihnen, ein Glatzkopf, dessen Gesicht von unzähligen Messernarben verunstaltet war, musterte Linda einen Moment lang in einer beinahe entwürdigenden Weise.

Dann schenkte er mir einen kurzen Blick und grinste. Dabei entblößte er sein schadhaftes Gebiss.

»Verpiss dich, ab jetzt übernehmen wir die Puppe!«
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Jackson – Teil 21

Das Höllencamp

»Wir sind gleich da! Am besten lassen wir den Wagen irgendwo hier zwischen den Felsen stehen. Erstens reicht das Benzin nicht mehr allzu lange und zweitens erregen wir zu Fuß bedeutend weniger Aufmerksamkeit.«

Ich nickte, ließ den Jeep ausrollen und brachte das Fahrzeug schließlich zwischen zwei haushohen Felsen zum Stehen. Mit einem Tarnnetz, das Linda unter dem Beifahrersitz hervorzog, deckten wir den Wagen ab, schaufelten Sand dorthin, wo das Netz den Boden berührte, und drapierten das Ganze noch mit abgebrochenen Zweigen und Grasbüscheln.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Der Wagen war jetzt selbst auf kürzeste Entfernung kaum noch zu entdecken. Linda wischte sich den Sand von den Händen und griente mich an.
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