Tony Tanner – Agent der Weißen Väter 6.15
Der Saal war leer bis auf einen langen Tisch, der an einer Wand stand.
So konnte Tony den Boden völlig überblicken. Auch hier bedeckte ein Mosaik die gesamte weite Fläche. Aber es war fehlerhaft und unharmonisch, zeigte dunkle Flecken und offene Konturen. Überhaupt schien es sich um ein abstraktes Werk zu handeln, das nur an einigen Stellen Ähnlichkeiten mit einer Landkarte hatte, während wiederum andere Stellen an Figuren und Gegenstände denken ließen.
Dorkas und der Conte schienen völlig in ihre Arbeit vertieft zu sein. Während Dorkas seine Weiterlesen
Colorado Sunrise – Folge 3
Die wärmenden Sonnenstrahlen konnten Maes flaues Gefühl nicht dämmen, das sich in der Magengegend bildete. Mit jedem Schritt wurde ihr mulmiger zumute, ihr Rock zerknitterter, je länger ihre schweißnassen Hände daran zupften. In den letzten Tagen hatte sie unentwegt nachgedacht, wie sie den Unterricht beginnen sollte, war aber zu keinem Entschluss gekommen. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen, ausgerechnet als Lehrerin arbeiten zu wollen. Wenn Green dahinterkam, dass sie noch nie unterrichtet, genau genommen keine Ahnung davon hatte, welche Schritte würde er unternehmen? Würde sie mit den Kindern klarkommen? Waren es wirklich so wilde Bengel, wie der Bürgermeister Weiterlesen
Jimmy Spider – Folge 24
Jimmy Spider und der Kampf um die Mona Lisa
Es war keine Nacht, es war kein Nebel, und dennoch konnten wir häufig nicht die Hand vor Augen sehen. Das lag weniger an unserem mal mehr, mal geringer vorhandenen Alkoholpegel (auf dem Flug in die USA hatte ich mir zwei Gläser meines höchst verlustgefährdeten Wodkas zu Gemüte geführt), sondern eher an den Niagarafall-artigen Schweißausbrüchen, die von unseren Stirnen – und nicht nur von dort – hernieder rannen.
Die Luft stand förmlich vor Hitze. Selbst die Schatten der Bäume konnten uns nicht vor der gnadenlosen Wärme der Sonne und den brütenden Ausdünstungen der Sümpfe schützen.
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Tony Tanner – Agent der Weißen Väter 6.14
Es war zu spät dafür. Auch Little war eingeschlafen. Er hatte sich befreit. Er hatte all den undeutlichen Bildern, all den unklaren Empfindungen eine Form gegeben, er hatte sie in Worte gegossen, und nun war er erleichtert und befreit, als hätte ihn eine Übelkeit verlassen. Und so überließ er sich nun fröhlich dem Schlaf.
»Ich glaube, etwas Schlaf würde uns allen gut tun«, sagte Tony.
Von Steele kam nur ein schwer zu deutendes Knurren als Antwort, dem er schließlich »Einer muss aufpassen« zufügte.
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Brasada – Folge 23
Es ist bereits kurz nach fünf, als die Nachmittagskutsche über die Mainstreet von Tascosa rollt. Doktor Henry Hoyt, Bill Baker, der Townmarshal, und Dunn, der Salonbesitzer, blicken sich vielsagend an.
»Die Kutsche hat über eine Stunde Verspätung. Bin mal gespannt, was uns Frenchy zu erzählen hat«, sagt Baker.
Seine Freunde nicken zustimmend, während er den hölzernen Vorbau von Dunn´s Saloon Weiterlesen



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