Tony Tanner – Agent der Weißen Väter 6.20
Tony tauchte gequält aus seinem Schlaf auf.
Das Bild Maddalenas kam ihm in den Sinn und wurde von der Erinnerung an das Notizbuch verdrängt. Dann stellte er sich Benevoglio vor, der mit seinen dürren Fingern einen Zettel beschrieb, in der Hoffnung, dass Tony ihn verstehen möge …
Er versuchte, seine Gedanken zu ordnen, aber das schien ebenso vergeblich, wie der Versuch, Schulkindern kurz vor Ferienbeginn das Herumzappeln abzugewöhnen. Und Tony konnte wie ein resignierter Lehrer nur abwarten, bis sie sich von alleine erschöpft hatten.
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Brasada – Folge 26
Als die Nacht über das Land am Canadian-River fällt, bricht der Stier durch das Buschwerk, welches hier am Flussufer besonders dicht und hochgewachsen wuchert. Immer wieder hebt er die schweren Schultern, schüttelt seinen Schädel und wittert kampflustig in die Dunkelheit hinein. Aber nichts geschieht, tiefe Stille lastet über dem Land am Fluss, die nur vom Rauschen und Glucksen des Wassers durchbrochen wird. Deshalb trottet er jetzt gemächlich zum Canadian hin, beugt sich am Ufer vor und taucht sein Maul in die schlammbraunen Fluten.
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Colorado Sunrise – Folge 4
Von Mrs Willings Wohnzimmer aus beobachtete Mae durch die geöffnete Tür die junge Frau, die auf den Stufen der Veranda stand. Das dunkelblaue Kleid war für die üppige Figur zu eng. Sie trug weder Haube noch Hut, das hellblonde Haar war im Nacken zusammengebunden. Tränen nässten ihr hübsches, rundliches Gesicht. Mrs Willings fasste sie am Arm und wollte sie ins Haus ziehen, doch die Frau schüttelte heftig den Kopf und entzog sich ihr.
Die ersten Worte gingen in Schluchzen über und waren unverständlich.
Brasada – Folge 25
Die Herbstsonne überzieht das Land mit ihrem kalten Licht und ein einsamer Bussard flattert aufgeschreckt gen Himmel, als Ben Allison von Osten her auf die Ranch zukommt.
Obwohl ihm der raue Oktoberwind direkt ins Gesicht bläst und sein Atem in der eisigen Luft kleine, grauweiße Wölkchen bildet, ist er allerbester Laune.
Das liegt zum größten Teil an jenen Schriftstücken, die sich zusammengefaltet in der Innentasche seiner schweren Mackinaw-Jacke befinden. Es sind Kreditverträge,
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Tony Tanner – Agent der Weißen Väter 6.19
Heute haben die Beerdigungen stattgefunden, trompetete der Geruch wie ein missklingender Fanfarenstoß.
Tony erinnerte sich an den Tag, an dem der Überfall stattgefunden hatte. Und an den Moment, an dem er glaubte, nun sei die Gefahr gebannt, alles sei vorbei und überstanden. Dann war ihm etwas eingefallen.
»Ich muss nach Benevoglio schauen«, hatte er gerufen und Tony machte sich, so weit es ihm die schmerzenden Glieder erlaubten, auf den Weg in die Bibliothek. Unterwegs begegneten Weiterlesen



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