Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 10
Am 20. September verließen fünf von uns die Gruppe, um an mehreren kleinen Bächen in der Nähe des Bear River zu jagen. Wir begaben uns zur Mündung des Muddy und folgten dem Bear River fünfzehn Meilen bis zur Mündung von Smith’s Fork, wo wir vor Kurzem Spuren von Fallenstellern und Indianern sahen. Am selben Abend wurde ich von meinem Pferd geworfen, wobei mein Gewehr so beschädigt wurde, dass es völlig nutzlos war. Die Gefühle eines Trappers kann man sich besser vorstellen als hier beschreiben, nachdem er seine einzige Lebens- und Verteidigungsgrundlage verloren hat und ganz auf die Nächstenliebe seiner Kameraden angewiesen war. Sollte er einmal unbeabsichtigt von ihnen getrennt werden, muss er entweder jämmerlich zugrunde gehen oder Entbehrungen und Qualen erleiden, verglichen mit denen, die den Tod als Gnade empfinden, bevor er die Gefährten finden kann.
Von Smith’s Fork gingen wir hinunter zur Talma’s Fork, – so benannt zu Ehren des großen französischen Weiterlesen
Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 9
Am sechzehnten Tag brach ich mit Mr. Dripps und drei weiteren Personen nach Cache Valley auf. Wir passierten den Fluss einige Meilen flussaufwärts, überquerten ihn und folgten einem Bach westwärts bis zu seiner Quelle im Berg, den wir dann bis zu seinem Gipfel bestiegen. Der Kamm des Berges war mit einigen verstreuten Zedern geschmückt, hier und da mit einem kleinen Espenhain und gelegentlich mit wildem Salbei. Von dieser Höhe aus konnte man in allen Richtungen schneebedeckte, pyramidenförmige Granitgipfel sehen, die in die Wolken ragten. Erhaben, feierlich, majestätisch erhoben sich auf allen Seiten diese gigantischen Formen, überblickten und bewachten die Armee der kleineren Hügel und Berge, die unten lagerten, und zeigten stolz auf ihre schneebedeckten Kämme, auf denen die Sterne im Abendlicht die Feuer der Ewigkeit entzündeten.
Von der steilen Westseite der Höhe, auf der wir standen, bot sich uns eine der angenehmsten Aussichten, die man sich vorstellen kann, und bestätigte unsere Vision. Es war der Little Lake, der sich vom Fuße des Berges Weiterlesen
Marshal Crown – Band 40
Es war kalt und es regnete, als sich an diesem späten Novembernachmittag fünf Reiter von Süden her der kleinen Postkutschenstation am Trinity River näherten.
Genauer gesagt regnete es schon den ganzen Tag, zwar nicht besonders stark, aber dafür stetig. Das ganze Land glich inzwischen einer einzigen großen Wasserpfütze.
Die Männer hatten sich deshalb weit im Sattel vorgebeugt, ihre Ölmäntel bis zum Hals zugeknöpft und die Hüte tief in die Gesichter gezogen. Aber ausweichen konnten sie dem Regen trotzdem nicht, sie ritten genau gegen den Wind.
Die Reiter lenkten ihre Pferde durch den knöcheltiefen Morast des Overland Trails bis zu einem überdachten Unterstand seitlich des Stationsgebäudes. Dort stiegen sie aus den Sätteln und schlangen die Zügel ihrer Pferde Weiterlesen
Marshal Crown – Band 39
In Texas ist der Teufel los.
Obwohl der Krieg gegen Mexiko bereits mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegt, haben einige fanatische Hazienderos die Niederlage immer noch nicht verwunden. Mit Geld und Beziehungen planen sie eine Revolte, die ihnen ihre verloren gegangenen Privilegien und Ländereien zurückbringen soll.
Waffentransporte und Nachschubdepots werden überfallen, Armeeoffiziere getötet.
Als US-Marshal Jim Crown Wind von der Sache bekommt, ist es bereits fünf vor zwölf und in Texas brennen schon die Lunten.
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Marshal Crown – Band 38
Bete, wenn die Bandoleros kommen
Sie kamen mit den ersten Strahlen der Morgensonne.
Zwölf sonnenverbrannte, hagere Gestalten, unrasiert, verkommen, mit zerschlissenen Kleidern und ausgetretenen Stiefeln. Sieben Amerikaner, zwei Mexikaner, zwei Halbblutindianer und ein dunkelhäutiger Hüne, dessen kahl geschorener Schädel wie eine blank polierte Kanonenkugel in der Sonne glänzte.
Sie sahen aus, als hätte sie die Hölle ausgespuckt.
Das einzige Gepflegte an ihnen schienen ihre Waffen zu sein.


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