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Einsendeschluss 31.05.2021

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Elbsagen 71

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

72. Das Gespenst auf dem Tyn zu Magdeburg

Im Jahre 1371 ließ sich in der Neustadt zu Magdeburg auf dem Tyn in Hans Schortaus Haus ein Gespenst hören, aber nicht sehen, trieb viel Unfug und gab vor, es wäre Hans Schortaus Seele, der vor drei Jahren in der Ohre ertrunken war. Es begehrte von benannten Priestern eine gewisse Anzahl Messen und Vigilien, sagte auch, was für Gebete und Almosen ihm bereits dargebracht wären, aber in Unserer Lieben Frauen Laternennacht (Lichtmessnacht) verlor es sich.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 69

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der gestörte Tanz

In einem Städtchen am östlichen Abhang des Gebirges wurde immer in der Silvesternacht des Jahres Musik und Tanz auf dem altertümlichen Rathaus gehalten. Als wieder einmal die Gesellschaft gar fröhlich beisammen war, erschien mit dem Mitternachtsschlag aus einer sonst stets verschlossenen Nebentür ein unbekannter grauer Mann, der sich alsbald unter den Reigen mengte und wacker drauflos tanzte. Alle anderen wurde eigentümlich zumute. Als sie genauer den Fremden beobachteten, wurden sie gewahr, dass er mühsam nur einen Pferdefuß zu Weiterlesen

Im Gespräch mit Dietmar Schmidt zu Perry Rhodan Mission SOL 2 Band 7

Dietmar Schmidt
Perry Rhodan
Mission SOL 2, Band 7
Drei hoch Psi

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 12. Juni 2020, 64 Seiten, € 2,50, Titelbild: Arndt Drechsler

Der Autor und Übersetzer Dietmar Schmidt verfasste die Bände 7 und 10 der aktuellen Perry Rhodan-Miniserie. Ein Interview zu seiner Übersetzertätigkeit findet sich in der Ausgabe 06/2020 des Corona Magazine.

Alexandra Trinley: Dietmar, wie schreibt es sich in Zeiten der Pandemie, wie wirken sich die veränderten Weiterlesen

Hannikel – 10. Teil

Christian Friedrich Wittich
Hannikel
oder die Räuber- und Mörderbande, welche in Sulz am Neckar in Verhaft genommen und daselbst am 17. Juli 1787 justifiziert wurde
Verlag Jacob Friderich Heerbrandt, Tübingen, 1787

Nun hatte es aber mit der Handfestmachung dieser Bösewichte folgende Bewandtnis:

Der in vieler Hinsicht große und verehrungswürdige Reichsgraf von Salis aus Zizers begab sich am 3. August vorigen Jahres mit dem Junker Ammann von Joost, einem anderen Kavalier und seinem Jäger in die mit vielem Gebüsch bewachsene Au, gegen der Vazer Brücke zu, unweit dem alten Schloss Neuenburg auf die Jagd, welche Weiterlesen

Elbsagen 70

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

71. Das goldene Pflugeisen

In Magdeburg am Breitenweg steht ein Haus, das nach gegenwärtig ein Schild mit einem goldenen Pflugeisen führt. Es soll seinen denkwürdigen Namen folgender Begebenheit verdanken. Am Palmsonntag des Jahres 1210 war der neue Erzbischof Albert I., ein geborener Graf von Kirchberg, mit großem Gepränge in sein Bistum eingezogen. An demselben Tag kam auch ein armer Handwerksgeselle, der keinen Groschen in der Tasche trug, Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Garanga

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Garanga

nter die Indianer am Sank-Lorenz-Strom kam einst ein junger Mann vom Geschlecht der Blassgesichter, dessen Weisheit und Klugheit ihn zur Würde eines Häuptlings berechtigte. Er war der schönste und größte Mann jenes Stammes und wegen seiner Schnelligkeit und Stärke allgemein geachtet.

Die Mädchen verglichen seine Haut mit der Farbe der Wasserlilie und seine Augen mit dem tiefen Blau des Himmels. Manches junge Mädchen scheute einen langen Umweg nicht, wenn es ihm nur begegnen und sich über seine Schönheit freuen konnte. Unter jenen Jungfrauen zog Garanga, die Tochter eines irokesischen Häuptlings, die Aufmerksamkeit des Jünglings in solchem Grade auf sich, dass er ihr einen Heiratsantrag machte, der auch Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 68

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Gehobener Teufelsbann

Es war einmal ein Ehepaar, das hätte gar zu gerne Kinder gehabt, doch bekamen sie keine.

Da sagte endlich in böser Stunde der Mann: »Frau, wenn du denn von mir kein Kind bekommst, so sollst du eins vom Teufel bekommen.«

Als nun die Frau guter Hoffnung ward und wirklich ein Kind gebar, ein Mädchen, war es kohlschwarz von der Fußsohle bis zum Scheitel Weiterlesen