Der bayerische Hiesel – Teil 4
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Der kühne Sprung
Das Landgericht Friedberg kannte die Scheu Hiesels vor dem Soldatenleben sehr wohl. Elfmal war es ihm gelungen, sich frei zu losen, und der Landrichter ärgerte sich nicht wenig, dass ihm ein so hübscher Rekrut so oft entwischte.
Er hatte sogar öfter die Werber auf Hiesel aufmerksam gemacht, die sich alle erdenkliche Mühe gaben, ihn in ihr Netz zu bringen. Da Hiesel aber nie dem Trunk ergeben war und ihre großen Versprechungen nicht beachtete, Weiterlesen
Im fernen Westen – Der junge Auswanderer 7
Der junge Auswanderer
Kapitel 7
Am folgenden Nachmittag ritten Alfred und Emmy in frischem Trab von einem Ausflug zurück, den sie miteinander gemacht hatten, und waren eben an jene Talsenkung gekommen, die weiter unten die beiden Ranches trennte, als Emmy ausrief: »Dort oben hält ein Reiter, der uns winkt! Seht, Fred! Dort bei den Baumwollholzbäumen!«
Als Alfred in die angedeutete Richtung hinaufblickte, sah er in der Tat einen Mann, welcher seinen Hut schwenkte, im scharfen Trab auf sich heranreiten. Er hielt sein Pferd an und sah einen wildfremden Mann vor sich, der ihn alsbald anredete.
»He, seid Ihr etwa Squire Alfred von Holz’ Ranch?«
John Tanner – Das Leben eines Jägers 25
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Fünfundzwanzigstes Kapitel
Einige Zeit darauf wurde die Hungersnot unter uns so drückend, dass wir es für nötig hielten, unsere Zuflucht zu einer Jagdmedizin zu nehmen. O-ge-mah-we-ninne und ich galten für die besten Jäger in der Gruppe, und daher schickte Nah-gitsch-e-gumme jedem von uns einen kleinen ledernen Medizinbeutel, welcher gewisse zu Pulver Weiterlesen
Der Freibeuter – Eine Frau von Ehre
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 19
Die kleine Gesellschaft trat ein und sah sich bald in der Schenk- und Barbierstube der belobten Witwe. An einigen Tischen saß männliche Gesellschaft, ein Schlag Menschen, die weder Zutrauen für sich, noch für die Wirtin einzuflößen imstande waren. Sie unterhielten sich mit Würfel und Karte, und der vor ihnen dampfende Punsch zeigte zur Genüge, was ihr Geschmack war. Flaxmann hatte die Szene kaum überblickt, als er sehr lebhaft an die edle Versammlung im Kaffeehaus vor dem Dammtor in Hamburg erinnert wurde, ja er glaubte für den ersten Augenblick dieselben Gesichter zu sehen, welche ihn dort umgeben hatten, und ein ängstliches Gefühl überkam seine Seele. Die schauerlichen Erlebnisse jener wüsten Nacht und jenes grauenvollen Tags, wo er im Spiel seine Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 3
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Hiesels erste Liebe
Ignatz Stettner, der Taufpate des Hiesel, damals der reichste Bauer in Kissing, saß mit seiner jüngeren Tochter Marie, – die ältere hatte schon vor einem Jahre einen benachbarten Gerichtshalter geheiratet, – und mit den Knechten und Mägden am Tisch, um die Mittagskost einzunehmen, als Hiesel mit einem freundlichen Gruß in die Stube trat.
Marie schrie laut auf vor Freude, als sie den hübschen Hiesel wieder sah, sprang auf ihn zu, reichte ihm die Hand und wäre ihm gar um den Hals gefallen, hätte sie sich nicht vor dem Vater geschämt.
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