Bettgenosse aus der Hölle
Larry Moore
Bettgenosse aus der Hölle
Mitten in der Nacht erwachte Leona in jenem alten, dunklen Haus – nur um festzustellen, dass ihr Bett von einem Wesen heimgesucht worden war, dessen grauenhafte Gelüste nicht von dieser Welt waren!
Als Leona in die gelb gefleckten, achatfarbenen Augen von Talbot Rhone aufblickte, war ihr, als ergriffe ein eiskalter Griff ihr Herz.
»Du wirst mich also nicht heiraten?«, sagte er mit sonderbarer, gepresster Stimme. »Du bestehst darauf, in dieses unheimliche alte Haus zu ziehen?«
»Ich habe dir immer gesagt, dass ich dich nicht heiraten kann, Talbot. Und ich werde ganz sicher in das behagliche Heim ziehen, das ich geerbt habe«, entgegnete sie bestimmt.
Ihr Entschluss stand fest, obwohl sich die Kälte von ihrem Herzen weiter über ihren gesamten Körper ausbreitete.
Jim Jackson – Lichtsignale
Jim Jackson
Detektivgeschichten
Lichtsignale
Eines Morgens geriet die Stadt Cleveland (USA) durch das Gerücht über die Ermordung von Jerry Earnscliffe in Aufruhr. Das Verbrechen war in seiner Villa verübt worden, die er sich an den Ufern des Eriesees hatte bauen lassen.
Dieser Jerry Earnscliffe hatte sich, nachdem er im Erdölgeschäft reich geworden war, vollständig aus der Geschäftswelt zurückgezogen. Er fand nur noch Gefallen daran, als Misanthrop völlig isoliert inmitten der Kunstschätze zu leben, die er in seinem prachtvollen Anwesen angehäuft hatte. In seinen Diensten stand lediglich ein alter Diener namens Buck Rook, dem er blind vertraute. In den zehn Jahren, die Buck Rook nun schon bei Jerry Earnscliffe diente, hatte sich dieser nie über ihn beklagen können. Selbst wenn der ehemalige Kaufmann für eine kurze Reise abwesend sein musste, vertraute er die Bewachung der Villa stets dem alten Diener an.
Wahre irische Geistergeschichten III.1
St. John D. Seymour, Harry L. Neligan
Wahre irische Geistergeschichten
Kapitel 3.1
Spukhäuser in Mogh’s Half
Die nördliche Hälfte Irlands hat sich nicht als so ergiebig an Geschichten über Spukhäuser erwiesen wie der südliche Teil. Die mögliche Erklärung hierfür liegt nicht etwa darin, dass die Menschen im Norden weniger dazu neigen, an solche Dinge zu glauben oder darüber zu sprechen. Es liegt vielmehr daran, dass wir hinsichtlich des Südens das Glück hatten, auf einige eifrige Sammler solcher und verwandter Erzählungen zu stoßen. Deren Eifer beim Sammeln wird nur noch von ihrer Freundlichkeit übertroffen, mit der sie den Verfassern dieses Buches Informationen zur Verfügung stellten.
Auf einem großen Bauernhof in der Nähe von Portarlington lebte einst eine gewisse Frau –, eine willensstarke, fähige Frau, die all ihre Angelegenheiten selbst regelte, Befehle erteilte und sich von niemandem etwas sagen ließ. Zu ihrer Zeit starb sie, und der Weiterlesen
Ein Klondike-Claim – Kapitel 14
Nicholas Carter
Ein Klondike-Claim
Eine Detektivgeschichte
Street & Smith, New York, 1897
Kapitel 14
Ein gesprengter Tresor
Eine Gruppe von Arbeitern – weiße Männer und Inuits – hatte sich am einfachen Pier versammelt, als das Boot anlegte.
Die meisten von ihnen sprachen vertraut mit dem Kapitän, als ob sie ihn schon lange kennten, und alle beäugten den Passagier neugierig.
»Nun, Jungs«, sagte Stokes beiläufig, während er an Land stieg, »man hat mir erzählt, das hier sei die Insel Taska. Und ich habe gehört, dass es hier irgendwo in der Nähe eine Mine geben soll, die man für gutes Geld kaufen kann.«
Hanno Berg – Samstagnachmittagskrimis
Willkommen zu den Samstagnachmittagskrimis
Ein ruhiger Samstagnachmittag. Die Woche liegt hinter euch, der Kaffee dampft in der Tasse, und draußen zieht die Welt entschleunigt vorbei. Es ist die perfekte Zeit für ein Verbrechen – oder besser gesagt: für zehn.
In seiner Sammlung Samstagnachmittagskrimis lädt Hanno Berg euch dazu ein, einen Blick hinter die Fassaden des Alltäglichen zu werfen. Seine Kurzgeschichten sind meisterhaft gewobene Schlaglichter auf das Menschliche, das Dunkle und das überraschend Abgründige. Sie brauchen keine hunderte Seiten, um Spannung zu erzeugen – oft reicht ein einziger Moment, eine falsche Entscheidung oder ein unscheinbares Detail, um ein ganzes Leben aus den Angeln zu heben.
Zehn Geschichten. Zehn Abgründe.
Das Foto
Der Bauunternehmer Alfred Henrich erzählt auf seiner Geburtstagsfeier vor seinen Schulfreunden stolz von einer großen Summe Bargeld im heimischen Tresor und wird noch am selben Abend in seinem Haus ermordet.
Neueste Kommentare