Der Detektiv – Band 29 – Die Menam-Brüder – Kapitel 3
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 29
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Menam-Brüder
Eine Nacht auf dem Menam
Um zehn Uhr abends begaben wir uns in den Trafalgar-Klub, dessen vornehmes Heim unweit der Riesenpagode Wat Tscheng liegt. Harst hoffte dort den Chef der Bangkoker Polizei, den Amerikaner Tobias Walker, zu finden. So war es auch. Ganz unauffällig nahmen wir ihn beiseite, und Harst bat ihn dann, er möchte vier seiner besten Detektive uns sofort zur Verfügung stellen.
Walker telefonierte nach der Polizeidirektion, und eine halbe Stunde darauf standen uns in einem Klubzimmer vier ältere Siamesen gegenüber, die Walker uns als durchaus zuverlässig und sehr gewandt warm empfahl.
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 7
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 2
Auch Journalisten waren zugegen gewesen, sie arbeiteten mit Volldampf. Früh um acht Uhr erschienen die Zeitungen, alles brühwarm erzählend, und nun wollen wir uns gar nicht des Längeren dabei aufhalten, wie der Fall vom Publikum aufgefasst wurde. Die Erregung war furchtbar.
Denn nun erinnerte man sich doch an alles, was damals über das Katana und über die japanischen Götter so ausführlich berichtet worden war, wie Keigo Kiyotaki so gedroht hatte, usw. usw.
Da plötzlich erscholl der Ruf durch die Straßen: »Der Mörder ist bereits gefasst! Keigo Kiyotaki ist es gewesen, welcher heute Nacht Loftus Deacon ermordet hat! Alles ist erklärt!«
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Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 9
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 9
Roch ging achtlos an der Tür von Maroneys Zimmer vorbei und sah ihn eifrig beim Packen. Er zögerte nicht lange. Wohin Maroney gehen würde, wusste er nicht. Er eilte ins Büro, bezahlte seine Rechnung, ging in sein Zimmer, zog sich um und verließ in weniger als zehn Minuten das Hotel, wieder als der trottende Niederländer. Aladdin mit seiner wundersamen Lampe hätte keine schnellere Verwandlung bewirken können. Als er den Bürgersteig erreichte, war Maroney gerade in eine Kutsche gestiegen, und Roch hörte, wie er dem Fahrer befahl, so schnell wie möglich zur Dampfschiffanlegestelle zu fahren. Roch, mit seiner langen Pfeife und der alten Tasche, folgte ihm, und die Bürger, die ihm begegneten, staunten, einen schläfrigen Niederländer in solchem Tempo reisen zu sehen.
Der Detektiv – Band 29 – Die Menam-Brüder – Kapitel 2
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 29
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Menam-Brüder
Die Schlangenfalle
Ich blieb wieder hinter ihm. Er zog die oberste der drei Schubladen auf. Leer. Dann die zweite. Leer.
Nun die unterste – aber nur halb. Denn mit einem Satz war er nach rückwärts gesprungen, hatte mich gleichzeitig am Arm gepackt und so heftig zurückgerissen, dass ich beinahe der Länge nach hingeschlagen wäre.
Trotzdem hatte ich noch genug gesehen: Aus der halb geöffneten Schublade waren die ekligen Köpfe und halben Leiber dreier Brillenschlangen blitzschnell hervorgeschossen!
Nikolas Kuhl, Stefan Sandrock – Das Dickicht
Nikolas Kuhl, Stefan Sandrock
Das Dickicht
Juha Korhonen, gebürtiger Finne und Polizist beim LKA Hamburg, erwacht in seinem mökki, einem Ferienhaus, das den urtypischen finnischen Ferienhäusern ähnlich ist und das er im Frühjahr bei einer Radtour entdeckt und wenige Tage später zusammen mit seiner Lebensgefährtin Maria gekauft hat, mit der er gestern Abend Streit hatte.
Beim Kauf hatten sie sich vorgenommen, das mökki, ein Name, der einfach Hütte bedeutet, zu renovieren und wohnlich zu gestalten. Passiert war den ganzen Sommer lang gar nichts. Stattdessen hatten sie in den heißen Sommer im schattigen Garten und am Ufer der Elbe verbracht und faul in ihren Liegestühlen gelegen. Nun war der Herbst da und das Haus im selben Zustand wie im Frühjahr.
Juha fühlt sich wie gerädert, denn er hat die Nacht in einem zu kurzen Schlafsack auf dem Boden verbracht. Der Akku seines Handys ist über Nacht zur Neige gegangen, und so muss er ihn aufladen wenn er ins Präsidium fährt. Er beschließt, die Müdigkeit mit einem morgendlichen Bad in der Elbe auszutreiben und der Kälte mit Überkompensation zu trotzen. Dann steigt er in seinen Wagen und Weiterlesen
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