Der Detektiv – Band 32 – Zwei Zigarettenstummel – Kapitel 3
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 32
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zwei Zigarettenstummel
Kapitel 3
Die Eidechsen-Knöpfe
In demselben Moment rief der Matrose Ewald, der an einem der Backbordfenster stand: »Ein kleines, offenes Motorboot biegt um die Landzunge! Drei Leute sind darin!«
»Los – an Deck, Pi-Mano!«, befahl Harst.
Der Alte hatte sich in sein Schicksal ergeben. Die Tür nach der Treppe hin blieb offen. Harst beobachtete den Birmanen scharf, Weiterlesen
Lars Engels – Dunkles Moor
Das Buch beginnt damit, dass ein erwachsener Mann, ein Jäger, der zusammen mit zwei Jungen auf der Pirsch ist, eine Hirschkuh angeschossen hat. Eigentlich hätte es ein perfekter Blattschuss sein sollen, doch der kleinere Junge hustete in dem Moment, als der Jäger das Tier ins Visier genommen und den Finger am Abzug hatte, sodass die Beute im letzten Moment hochschreckte und der Schuss das Tier nur am Hinterlauf traf.
Der Jäger schimpft den kleinen Jungen aus und kann gerade noch dem Impuls widerstehen, ihn auf der Stelle zu ohrfeigen.
Wenigstens ist aber die Verfolgung der verwundeten Hirschkuh von kurzer Dauer. Das Tier hat sich nur wenige Meter weitergeschleppt und ist auf einer Lichtung zusammengebrochen. Der Jäger zieht sein Messer aus der Lederscheide, als sie bei der verwundeten Hirschkuh angekommen sind, und winkt den kleineren Jungen zu sich. Er reicht dem Jungen den Griff voran den Hirschfänger und befiehlt ihm, das Tier damit zu töten.
Der Junge zögert, und der ältere Junge sagt, er sei für eine solche Tat noch zu jung. Aber der Jäger erwidert, das entscheide Weiterlesen
Der Detektiv – Band 32 – Zwei Zigarettenstummel – Kapitel 2
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 32
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zwei Zigarettenstummel
Kapitel 2
Das sinkende Frachtboot
Es war dies der Rest einer selbst gedrehten Zigarette, wie man auf den ersten Blick sah. Der Stummel war etwa zweieinhalb Zentimeter lang. Das für die Zigarette benutzte Papier hatte eine gelbliche Färbung. Das Mundende des Stummels war breit gedrückt, und ein paar Tabakfasern ragten ein Stück heraus. Das andere, angekohlte Ende war merkwürdig platt. Als Harst nun mit einer Stecknadel in den schwarzen Aschenteilchen herumstocherte, löste sich ein kleines Etwas ab, das sich nach dem Abspülen als der Unterteil eines winzigen Druckknopfes entpuppte – wie Damen ihn für Blusen und Ähnliches verwenden.
Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 8
Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861
Kapitel 8
Ein junger Pole
Der Polizeirat saß an seinem Schreibtisch im Büro, vor sich einen Stapel Unterlagen. Er las in alten Aufzeichnungen und fertigte neue an. Von Zeit zu Zeit blickte er auf und schaute nach der Uhr, die über seinem Arbeitstisch hing. Er schien jemanden zu erwarten.
Da trat sein Gendarm Schmidt ein: eine lange, hagere, aber dennoch kräftige Gestalt mit einem blassen, mageren und melancholischen, aber ruhigen und aufmerksamen Gesicht. Er genoss das Vertrauen jedes ehrlichen Menschen und war der Weiterlesen
Die Schwarzmäntel – Band 1 – Kapitel 2
Paul Féval
Die Schwarzmäntel
Originaltitel: Les Habits Noirs
Band 1
Kapitel 2
Monsieur Lecoq
Hundert Francs! Weiß man, was ein Schwartz von der guten Sorte mit 100 Franc anfangen kann?
J.-B. Schwartz hatte noch nie 100 Franc besessen. Hätte er 100 Franc gehabt, hätte J.-B. Schwartz ein Bankhaus in einer Dachkammer eröffnet. Zum Dichter wird man geboren; J.-B. Schwartz hingegen war mit einem exquisiten Sinn für Abrechnungen und dem Genie für Wechselrechnungen auf die Welt gekommen.
Ihn überkam ein Schwindelgefühl, denn der schlechte Schnaps des Wirtshauses gärte zusammen mit dem Ehrgeiz in seinem Kopf, Weiterlesen

Neueste Kommentare