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Krimi & Thriller

Fantômas – Kapitel 24

Hinter Schloss und Riegel

Nach der Voruntersuchung auf seine Identität und so weiter war Gurn in das Gefängnis von Sante verlegt worden. Zuerst schien der Gefangene große Schwierigkeiten zu haben, sich an die Strapazen der Haft zu gewöhnen. Er litt unter abwechselnden Paroxysmen von Wut und Verzweiflung, aber durch reine Charakterstärke kämpfte er diese nieder. Als Untersuchungshäftling hatte er Anspruch auf das Privileg einer Einzelzelle. In den ersten 48 Stunden hatte er sich seine Mahlzeiten von außen bringen lassen können. Seitdem hatte er jedoch kein Geld mehr, und er war gezwungen, sich mit der normalen Gefängniskost zu begnügen. Aber Gurn war nicht anspruchsvoll. Er war jener Mann, den Lady Beltham ausgesucht oder akzeptiert hatte, da ihr Geliebter oft den Nachweis einer überdurchschnittlichen Bildung und Intelligenz erbracht hatte. Doch nun wirkte er ziemlich gelassen in der Atmosphäre eines Gefängnisses.

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Der Detektiv – Der Fakir von Nagpur – 2. Kapitel

Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Fakir von Nagpur
2. Kapitel

Das Auto des Nizam

Wir saßen wieder in unserem Zimmer. Harst stierte mit gerunzelter Stirn geistesabwesend vor sich hin. Ich wagte ihn in seinen Gedanken nicht zu stören. Plötzlich sagte er dann leise: »Warbatty hat in seinem sogenannten Testament selbst erklärt, dass er sich für geistig nicht normal hält. Auch mir ist dieser Gedanke bereits früher Weiterlesen

Fantômas – Kapitel 23

Das Wrack der Lancaster

Jérôme Fandor betrat den Raum, ohne ein Wort zu sagen. Juve schloss die Tür hinter sich. Der Junge war sehr blass und offensichtlich sehr verärgert.

»Was ist los?«, fragte Juve.

»Etwas Schreckliches ist passiert«, antwortete der Junge. »Ich habe gerade eine grauenvolle Nachricht gehört: Mein armer Vater ist tot!«

»Was? «, rief Juve plötzlich aus. »Monsieur Etienne Rambert ist tot?«

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Der Detektiv – Der Fakir von Nagpur – 1. Kapitel

Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Fakir von Nagpur
1. Kapitel

Erstklassiger Detektiv gesucht

Wir saßen auf der Gartenterrasse des Fremdenheims der Frau von Tezra in Haidarabad an einem langen Tisch. Die ganzen Gäste waren um uns versammelt. Man feierte Harsts Abschied. Ich spielte dabei ebenfalls eine bescheidene Weiterlesen

Fantomas – Kapitel 22

Der Papierfetzen

Es war drei Uhr, als Juve in der Rue Levert ankam. Er fand die Concierge der Nummer 147, die gerade ihren Kaffee trank.

Erstaunt über die Ergebnisse des Commissaire, deren Details sie aus den spektakulären Artikeln in der von ihr bevorzugten Tageszeitung entnommen hatte, empfand Madame Doulenques eine höchst respektvolle Bewunderung für den Inspektor der Kriminalpolizei.

»Dieser Mann«, versicherte sie ständig Madame Aurore, »es sind nicht Augen, die er in seinem Kopf hat, es sind Teleskope, Lupen! Er sieht alles in einer Minute – auch wenn es nicht da ist!«

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Dinah Marte Golch – Die fehlende Stunde

Dinah Marte Golch – Die fehlende Stunde

Die Autorin lässt das Buch mit einem Prolog beginnen, der vier Tagen nach den erzählten Geschehnissen spielt und zum Inhalt hat, dass Alicia Behrens, Psychologin und ungleiche Partnerin im Ermittlerteam von Hauptkommissar Sigi Kamm, neben eben diesem nach einer durchzechten Nacht erwacht.

Es sieht so aus, als hätten sie etwas miteinander gehabt, was Alicia im Moment schrecklich findet. Sigi hingegen kann sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er aufwacht und sieht, wer da in der Nacht bei ihm gewesen ist.

Nun wird vier Tage zurückgeblendet und die Geschichte von Anfang an erzählt. Es beginnt damit, dass Traute Wandlitz auf dem Gelände eines Hundehofs ihren Sohn Mark und dessen Freundin Cleo sucht. Mark liebt Hunde, die Mutter hat ihm aber verboten, zu diesem Hundehof zu gehen. Trotzdem denkt sie, den verschwundenen Weiterlesen