Slatermans Westernkurier 04/2015
In unserem heutigen Gastbeitrag beschäftigen wir uns mit dem guten alten Richard Uncle Dick Wootton oder besser gesagt mit seiner Mautstraße über den Raton Pass.
Der Raton Pass, über welchen der alte Santa Fe Trail verlief, war eine relativ gute Bergstraße, obwohl es ursprünglich für etwas in der Form eines Räderfahrzeuges fast unmöglich war, das schmale und von Felsen umgebene Hindernis zu überwinden. Mit Reitpferden und Packmulis konnte jedoch eine Reise ohne große Schwierigkeiten unternommen werden. Es war eine naturbelassene Landstraße in den Südosten Colorados und in den Nordosten von New Mexico, allerdings konnten die Überlandkutschen nicht den kürzesten Weg nach Trinidad nehmen. Als Wagentrecks ebenfalls diese Strecke nutzen wollten, kam es Uncle Dick in den Sinn, dass er etwas unternehmen müsste, um eine Straße durch den Pass zu hauen und ihn dadurch für jedermann passierbar zu Weiterlesen
Slatermans Westernkurier 03/2015
Auf ein Wort, Stranger, wenn irgendwo die Sprache auf den Wilden Westen kommt, ist auch das Thema Waffen nicht fern. Schnell machen Begriffe wie Colt, Smith & Wesson oder Winchester die Runde. Das gehört schließlich einfach dazu.
Der Wilde Westen ohne Schießeisen, unvorstellbar.
Betrüblich ist nur, dass es meistens auch bei diesen oben genannten Begriffen bleibt.
Derringer, vielleicht Remington oder den Namen Sharps wird der eine oder andere vielleicht noch einbringen, aber dann ist auch Weiterlesen
Slatermans Westernkurier 02/2015
Auf ein Wort, Stranger, denn wieder einmal ist das sogenannte schwache Geschlecht das Thema unserer Kolumne. Aber keine Angst, auch diesmal beschäftigen wir uns nicht mit Dingen wie Fischgrätenkorsetts, Backrezepte für den Kuchen zur Erntedankfeier oder mit dem neuesten Klatsch und Tratsch des örtlichen Frauenvereins, sondern wie es sich für den Wilden Westen gehört mit Colts, Girls, Pulver und Blei.
Genauer gesagt mit einer Spezies Frau, die im Umgang mit dem Revolver, mit Whisky, Tabak oder Pferden mindestens genauso geschickt war wie ihre männlichen Pedanten jener Zeit.
Dazu muss ich vorausschicken, dass es nicht ganz richtig ist, den Wilden Westen pauschal als eine Ära zu bezeichnen, in der notorische Frauenknappheit herrschte. Es gibt genügend Historiker, deren neueste Forschungen diese These widerlegen. Gewiss gab es Gegenden, wo dies zutraf, aber ebenso Countys, in der die Frauen stark Weiterlesen
Slatermans Westernkurier 01/2015
Commodore Perry Owens, der Gunman, den die Welt vergaß
Auf ein Wort, Stranger,
Gunman ist nicht gleich Gunman.
Die Geschichtsschreibung des Wilden Westens unterscheidet sehr sorgfältig zwischen zwei Arten von Männern, die ihre Revolver sozusagen als Hauptbeschäftigung betrachteten.
Da ist zum einen der Gunman, der schoss, um obskure persönliche Bedürfnisse zu befriedigen, entweder aus Rache, Vergeltung, reiner Mordlust oder Geltungssucht. Dazu gehörten Männer wie Frank Pistol Pete Eaton, Gregorio Cortez und Harry Tracy, ebenso Killer wie King Fisher oder Ben Thompson, genauso wie vom Ehrgeiz zerfressene Gesetzesbeamte wie John Selman, Wyatt Earp oder Wild Bill Hickok. Auch Banditen wie die Daltons, die James-Brüder Weiterlesen
Westernkurier 12/2014
Auf ein Wort Stranger, der Tod wartet in den Bergen
Im April 1846 verließ ein Auswanderertreck Springfield, Illinois, in Richtung Kalifornien. Dort sollte es fruchtbare Täler geben, in denen mehrere Ernten im Jahr möglich waren und die Sonne das ganze Jahr schien. So warben Reiseführer und Zeitungsartikel, um Auswanderer aus dem Osten in den Westen zu locken.
Zu dieser Zeit gehörten Oregon und Kalifornien noch nicht einmal zu den USA. Oregon wurde von den Briten verwaltet, Kalifornien gehörte zu Mexiko. Einige wenige Pioniere, die sich bereits in Kalifornien niedergelassen hatten, schrieben enthusiastisch nach Hause und schilderten ihr herrliches Leben im Westen. Aus Eigennutz. Je mehr Menschen sich niederließen, desto schneller stieg der Wert ihres Besitzes und desto größer war Weiterlesen



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