Archiv

Mythen & Wirklichkeiten

Oberhessisches Sagenbuch Teil 95

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Das Geldfeuerchen

Geht man den Fußpfad von Busenborn nach Breungeshain durch den Wald hinauf, der die Spitz heißt, so kommt man durch die unteren Breungeshainer Gartenbeete. In den Kriegszeiten haben hier die Leute Geld und Geldeswert vergraben. Ebenso hat ein berüchtigter Räuber im Vogelsberg, den man den Zahnarzt nannte, an einem Ort seine Schätze unter die Erde in Sicherheit gebracht. Als er in Siebenbürgen gedällert (gerädert) wurde, hatte er auf dem Hochgericht gesagt: »Wüsste ich nur einen Mann von Breungeshain, den könnte ich reich Weiterlesen →

Der amerikanische Goliath

Der amerikanische Goliath

Obwohl das Rätsel seiner Herkunft seit 150 Jahren gelöst ist, umranken den amerikanischen Goliath auch heute noch vielerlei Legenden und Mythen.

Eigentlich zu Unrecht, denn seine Entdeckung war keine archäologische Sensation, sondern der wohl größte Betrug der jüngeren, amerikanischen Forschungsgeschichte, ein Schelmenstück par excellence, das es verdient, wieder einmal erwähnt zu werden.

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Aus dem Wigwam – Der Mann mit dem ledernen Mantel

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Der Mann mit dem ledernen Mantel

or vielen Jahren lebte unter den Wyandot ein Mann, der vom Donner einen Ledermantel erhalten hatte, welcher ihm solche Kraft gab, dass er alle seine Feinde überwinden konnte. Da sich ihm zuletzt keine Feinde mehr näherten, ließ er seine Freunde seinen Übermut fühlen und brachte mehrere in qualvoller Weise um. Darauf wurde ihm nun gesagt, dass man ihn töten würde, wenn er sich solcher Schandtaten nicht enthalte. Da er sich auch um diese Warnung nicht bekümmerte, so wurde sein Tod beschlossen und er davon in Kenntnis gesetzt. Merkwürdigerweise war er damit einverstanden. Er sagte, er würde alsdann hinauf zum Donner fliegen und seiner Nation alles Gute herunterschicken.

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Oberhessisches Sagenbuch Teil 94

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Schatz in Engelhausen

In dem Gräflich Laubachschen Tiergarten nach Freienseen zu, wo früher das Dorf Engelhausen gestanden hatte, liegen die Trümmer der sogenannten Pestburg. Dahin flüchteten in den unsicheren Zeiten des Dreißigjährigen Krieges die Leute der Umgegend und verbargen auch dort ihre Kostbarkeiten, von denen ein großer Teil noch unter der Erde verborgen zu sein scheint.

Einem Laubacher Mann träumte es dreimal hintereinander von einem Platz auf der Pestburg, wo ein Schatz Weiterlesen →

Theomanie mit Ekstase

Das 17. Jahrhundert

8. Theomanie mit Ekstase. Eine Betschwester und ihr Beichtvater klagen sich gegenseitig an, dem Teufel zu dienen.1

In dem Werk von Lenormand findet sich auch die Geschichte einer Betschwester, die als Hexe verfolgt werden sollte, und die, um sich selbst der Gefahr zu entziehen, ihren Beichtvater anklagte, dass er sie zur Religion des Teufels habe verführen wollen.

Maberthe war auch zu anhaltende Andachtsübungen, indem sie jeden Tag beichten, jeden Tag das Abendmahl nehmen wollte, endlich in einen Zustand ekstatischer Verzückung geraten. Sie glaubte sich von einer besonderen Weiterlesen →