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Storys & Lyrik

Red Dick, der Tiger von Kalifornien – Teil 1

Red Dick, der Tiger von Kalifornien
Eine Räubergeschichte aus dem Golden State
Von Ned Buntline
Kapitel I

»So! Du bist also endlich frei? Mein junger Tiger ist von seinen Ketten befreit! Geh in jenes Zimmer, Ricardo – du wirst dort Kleidung finden, die du anlegen, und Waffen, die du tragen kannst. Kleide und rüste dich aus – dann komm zurück zu mir!«

War es eine Frau – eine Mutter, die so sprach?

Ja! Sie sprach zu einem Sohn, der sieben bittere Jahre lang hinter Kerkermauern geschuftet und den Dämon der Rache an einer eiskalten Brust genährt hatte – zu ihm, dem sie am Tag seiner Verurteilung zugerufen hatte:

»Wenn du frei bist, komm zu mir! Verliere keine Stunde, sondern komm zu mir wie der junge Tiger zu seiner Mutter, und ich werde deine Hände für die Vergeltung rüsten!«

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Ein Klondike-Claim – Kapitel 13

Nicholas Carter
Ein Klondike-Claim
Eine Detektivgeschichte
Street & Smith, New York, 1897

Kapitel 13

Ein seltsamer Fangversuch

Bellows nickte vielsagend und ließ die Gruppe hinter sich. Stokes blieb noch so lange bei den Bergleuten, bis sie Cadloo sicher in die Baracken gebracht hatten. Unmittelbar danach suchte er sein Hotel auf, entschlossen, sich vor dem, was er als einen anstrengenden Tag antizipierte, noch etwas Schlaf zu gönnen.

Bei Sonnenaufgang stand er bereits am Fluss, begleitet von einem Eskimotaucher als Bootsführer – ein Mann wie auch das Boot waren Stokes fremd. Während seines Aufenthalts in Circle City hatte er häufiger Boote für Ausflüge oder zum Fischen gemietet Weiterlesen

Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 19

William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 19

618

Dieses überaus wichtige Dokument aus dem Jahre 1900 schien wie verhext. Das mysteriöse Verschwinden hatte den armen Lumley völlig aus der Fassung gebracht.

»Könnte einer der Muglugs es genommen haben?«, fragte er mit matter Stimme.

»Nein. Muglugs tun exakt das, was man ihnen aufträgt – nicht mehr und nicht weniger. Sorge dich nicht, Lumley. Es wird sich schon wieder anfinden. Es tut mir leid, dich in einer Stunde wie dieser allein zu lassen, aber ich muss in die Unterstadt. Ich muss alles dafür vorbereiten, meinen Platz als Oberster Ratsvorsitzender einzunehmen. Es gibt noch viel zu tun, bevor ich die Führung übernehme, und ich habe meine Zeit ohnehin schon weit überschritten.«

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Weekly Ghost Story – Dickon der Teufel

Dickon der Teufel

Vor etwa dreißig Jahren wurde ich von zwei wohlhabenden alten Damen damit beauftragt, ein Anwesen in jenem Teil von Lancashire zu besichtigen, der in der Nähe des berühmten Pendle-Waldes liegt – jener Gegend, die uns durch Mr. Ainsworths Lancashire Witches so vertraut und angenehm geworden ist. Meine Aufgabe war es, die Aufteilung eines kleinen Besitzes vorzunehmen, bestehend aus einem Haus und dem dazugehörigen Grundbesitz, den sie vor langer Zeit als Miterben angetreten hatten.

Die letzten vierzig Meilen meiner Reise war ich gezwungen, mit der Postkutsche zu fahren, hauptsächlich über Nebenstraßen, die wenig bekannt, kaum befahren und landschaftlich oft äußerst reizvoll und hübsch waren. Die malerische Landschaft wurde durch die Jahreszeit, Anfang September, in der ich reiste, noch hervorgehoben.

Ich war zuvor noch nie in dieser Gegend gewesen; mir wurde gesagt, sie sei heute weitaus weniger wild und folglich auch weniger schön.

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Das Mahlen der Finsternis

Das Mahlen der Finsternis

Der Westen blutet, das Licht verreckt,
vom Schattenleichentuch jäh zugedeckt.
Kein sanftes Gehen – die Nacht bricht ein,
um Fleisch und Welt vom Sein zu befrei’n.
Sie saugt das Bunte aus der Welt,
bis nur das fahle Skelett noch hält.

Es ist nicht die Schwärze, die mich erstickt,
nicht das Dunkel, das stumm von den Wänden nickt.
Es ist der Abgrund, der im Herzschlag gähnt,
und sich nach meiner Auslöschung sehnt.
Ein hohles Schweigen, das die Ordnung frisst,
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