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August Lewald

Mörder und Gespenster – Band 1 – 8. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1

Der Werwolf

Kapitel 8

In der Hütte des armen Simon war es dunkel und still. In einem Winkel ruhte er halb ohnmächtig auf seinem ärmlichen Lager, erschöpft vom starken Blutverlust. Unter dem Lager lag die Haut des Werwolfs, die ihm bei der verhängnisvollen Verkleidung geholfen hatte, durch die er die Liebe der schönsten Dörflerin errungen hatte – und durch die er nun solche Schmerzen empfand. Seine von Tränen geröteten Augen vergossen noch immer reichlich Tränen; Schmerzen der Seele gesellten sich zu den Schmerzen des Körpers, um seine Folter endlos zu machen.

Wie kurz war mein Traum vom Glück! Wie selig hätte mich seine Fortdauer gemacht! Ausgestoßen von der Welt, verabscheut von Weiterlesen

Mörder und Gespenster – Band 1 – 12. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1

Der Erbe des Teufels

Kapitel 2

So waren seine Tage vergangen und er war alt und schwach geworden, denn bei seiner Lebensweise sind achtundsechzig Jahre ein sogenanntes schönes Alter für jeden, nur nicht… Weiterlesen

Mörder und Gespenster – Band 1 – 7. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1

Der Werwolf

Kapitel 7

Wenn die Familie des Werwolfs durch frühere Frevel, Verbrechen, Zauberkünste oder Täuschungen ihrer Vorfahren in das namenloseste Elend gestürzt worden war und der zuletzt übrig gebliebene Spross, dieser Unglückliche, ein unverschuldetes hartes Los zu tragen hatte, aus dem er sich, vom Zufall begünstigt, durch gewaltsame Handlungen zu befreien strebte. So war es hingegen der Metzger im Dorf, der von unbescholtenen Eltern stammte, einen guten Leumund genoss und Taten verübt hatte, die ihn dem Amt der Gerechtigkeit überantwortet hätten, wären sie ans Licht gekommen. Es war Es war nicht nur das Blut des Schlachtviehs, das er vergossen hatte. In seiner Jugend hatte er sich in böse Händel verstrickt und ein zügelloses Leben bei den Weiterlesen

Mörder und Gespenster – Band 1 – 6. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1

Der Werwolf

Kapitel 6

Mühsam keuchte das Pferd den Abhang hinauf, ängstlich hob sich die Brust des Metzgers und selbst die wütige Frau, die ihn auf dem kurzen Weg mit Scherzen abzulenken versuchte, begann jetzt, bange und fragend nach ihm hinzublicken.

»Hörst du es heulen?«, wisperte der Mann und hielt das Pferd mit einem kräftigen Ruck an, sodass der Wagen eine Strecke zurückrollte.

»Es ist nichts«, erwiderte die Frau mit einem Ton, der ihre Ruhe ausdrücken sollte, doch das Gegenteil verriet, »es ist nichts, es Weiterlesen

Mörder und Gespenster – Band 1 – 5. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1

Der Werwolf

Kapitel 5

Während der Werwolf mit seiner leichten Beute eilig nach Hause trabte, setzte der Metzger seinen Weg ins Kloster über Stein und Stock fort. Es war noch nicht die gewohnte Stunde, als er dort anlangte; er hatte den Weg zurückgelegt, ohne sich Zeit zu lassen. Er musste den Pförtner wecken und tat dies mit so ungestümer Hast, dass dieser sich vom Lager aufraffte, in der Meinung, das Kloster stehe in Flammen. Er entsetzte sich, als er den todbleichen Mann vor sich stehen sah, der kaum sein »Gelobt sei Jesus Christus!« hervorzubringen vermochte.

Der Metzger betrat die Zelle des Pförtners und musste sich einige stärkende Tropfen erbitten, um seine Schwäche zu überwinden, Weiterlesen