Ursula Poznanski – Stille blutet
Ursula Poznanski – Stille blutet
Nadine Just ist Nachrichtensprecherin bei Quick TV, einem kleinen Wiener Sender. Kurz vor ihrer Sendung schießt ein gutaussehender Mann noch Fotos von ihr, als sie seine Nichte, einen großen Fan, im Arm hat. Nadine bittet den Mann um eines der Fotos und schreibt ihre Handynummer auf die Innenseite seines Handgelenks, natürlich nicht ohne den Hintergedanken, Kontakt zu ihm zu bekommen.
Endlich verabschiedet sie sich eilig von den beiden, um sich für die Sendung fertig zu machen. Am Ende stellt sie sich verkabelt hinter den Newsdesk, und es dauert noch eine Minute bis zur Sendung.
Zuerst liest sie eine Meldung über ein Erdbeben in China vom Teleprompter ab. Die zweite Meldung liest sie ebenfalls ab, während sie durch andere Dinge ein wenig abgelenkt ist. Der Inhalt dieser Meldung ist, dass in Kürze eines der hoffnungsvollsten Talente heimischen TV-Szene tot aufgefunden werden wird. Ein Verbrechen werde man nicht ausschließen können, und der Name des Opfers sei Nadine Just.
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Der Rabbi und der Kommissar – Du sollst nicht morden
Der Rabbi und der Kommissar – Du sollst nicht morden
Wie der Titel des Romans schon nahegelegt, ermittelt in dieser Geschichte, die in Frankfurt am Main spielt, ein jüdischer Rabbi namens Henry Silberbaum an der Seite eines deutschen Kommissars namens Berking.
Die Story beginnt damit, dass Henry Silberbaum für einen älteren Bewohner des Seniorenstifts, das er mit anderen zusammen betreut, tausend Euro auf der Trabrennbahn auf das Pferd Josephine M. setzt. Das Pferd ist Außenseiter, und der Rabbi denkt zuerst, als es weit zurückliegt, er habe das Geld verloren. Dann aber startet die Stute eine Aufholjagd, und am Ende gewinnt sie das Rennen. Der Rabbi ruft den alten Mann an, für die er gewettet hat, und teilt ihm mit, dass er vielleicht vierzigtausend Euro gewonnen hat.
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Marcel Riepegerste Raum 211² – Rachespiel
Marcel Riepegerste
Raum 211² Rachespiel
Marcel Riepegerste hat vor wenigen Wochen den zweiten Teil seiner Dystopie veröffentlicht, der nun an diesem Ort ebenfalls besprochen werden soll.
Wir erinnern uns, dass der Staat Deutschland und ein großer Pharmakonzern im ersten Teil dafür sorgten, dass von Forschern die Frage beantwortet wurde, ob Straftäter überhaupt bei ihren Taten Entscheidungsfreiheit hatten, oder ob die Verbrechen in ihrem Hirn so angelegt waren, dass sie diese, weil sie sich zu keiner Zeit dagegen entscheiden konnten, begehen mussten.
Straftäter und ihre Taten standen im Mittelpunkt von Experimenten auf einer Ostseeinsel und danach wurde die Frage nach ihrem freien Willen so beantwortet, dass der Mensch keinen solchen hat und allenfalls durch entsprechende Medikamente dazu gebracht werden kann, Weiterlesen
Helga Glaesener – Das Kind der Lügen
Helga Glaesener – Das Kind der Lügen
Der Kriminalroman von Helga Glaesener spielt im August bis September 1929 in Hamburg und Umgebung.
Am Anfang des Romans wird Mette Gerdes hingerichtet. Sie war Leiterin eines Heims für körperlich und seelisch Verkrüppelte, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in die Heimat zurückkehrten und von den meisten anderen Menschen ignoriert oder verachtet wurden.
Mette pflegte die Gestrandeten sorgfältig, verteilte gutes Essen und führte positive Gespräche mit ihnen, sodass sie nach Ansicht des Arztes, der die armen Leute ebenfalls betreute, große psychische Fortschritte machten.
Der Arzt wurde dann auch böse, als die Polizei Mette beschuldigte, mehrere ihrer Pfleglinge ermordet zu haben. Weiterlesen
Thorsten Schleif – Richter morden besser
Thorsten Schleif – Richter morden besser
Siggi Buckmann, um die fünfzig Jahre alt, ist Richter am Amtsgericht. Er ist geschieden, liebt seine Frau noch immer und hat zwei erwachsene Töchter. Als junger Jurist wollte er der Gerechtigkeit dienen. Nun, da er schon lange am Amtsgericht seinen Job versieht, macht er nur noch Dienst nach Vorschrift, denn sämtliche Urteile, die er auf dieser Ebene fällt, werden in Berufungsverfahren kassiert, und er hat sich damit abgefunden, dass er nicht sehr viel bewirken kann.
Eines Tages jedoch wird Friedrich Diepenberg, genannt Fredi, Gelegenheitsdieb, obdachlos, heroinsüchtig und ein wirklich netter Kerl, Opfer von Heroin, das schlecht mit einem Pflanzenschutzmittel gestreckt wurde. Fredi ist dabei schon der dritte Junkie innerhalb eines Monats, der auf diese Weise stirbt.


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