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Gerold Schulz

Kriminalakte 6 – Soko Alaska

Soko Alaska

Es ist Anfang September 2014, als die Tochter vom Manfred, wie man die junge Frau in

Schwalbach, einem beschaulichen 14.000 Seelen zählendem Städtchen im Taunus, gerne nennt, gemeinsam mit ihrem Verlobten daran geht, ihr Elternhaus zu entrümpeln.

Schwalbach ist schließlich überschaubar und der Manfred war bekannt. Ein liebevoller Familienvater und eine Stimmungskanone auf den örtlichen Vereinsfesten. Er hatte eine schöne Stimme und spielte in einer Jazzband Klarinette und Saxofon.

Manfred Adolf Seel war letzten Monat, genauer gesagt am 26. August, seinem Krebsleiden erlegen, seine Frau Weiterlesen

Von Monstern, Mythen und den Medien

Von Monstern, Mythen und den Medien

Die Bezeichnung Monster leitet sich vom lateinischen monstrum (Mahnzeichen) und monere (mahnen, warnen) ab. Im engeren Sinn bezeichnet dieses Wort ein widernatürliches, hässliches, angsterregendes Gebilde. Der Ausdruck Monster wurde zum ersten Mal 1818 von Mary Shelley in ihrem Roman Frankenstein verwendet.

Dabei gibt es Monster schon seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte.

Jedes Land auf dieser Welt, ja jede Region hat ihr ureigenes Monster.

Aswang, Banshee, Mothman oder Wendigo sind nur einige davon, die Aufzählung ließe sich mit dem Yeti, der Sennentuntschi, den Gorgonen oder anderen endlos fortführen.
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Kriminalakte 5 – Zweiunddreißig Stunden Todesangst

Zweiunddreißig Stunden Todesangst

Stuttgart, die Landeshauptstadt von Baden Württemberg, gilt auch heute noch, trotz mehr als 600.000 Einwohnern, im Allgemeinen nicht als Großstadt, sondern als beschauliches, behäbiges und konservatives Dorf. Ein Ruf, den die schwäbische Metropole trotz aller Bemühungen bis dato nicht wirklich abschütteln kann.

Das liegt zum großen Teil an ihren vielen Stadtteilen, die sich alle bis heute ihren eigenständigen, dörflichen Charakter bewahrt haben, aber auch an der Mentalität der Schwaben, jedenfalls der Alteingesessenen.

Thaddäus Troll, einer der bekanntesten schwäbischen Heimatschriftsteller, hat über diesen Menschenschlag mehrere Bücher veröffentlicht, die jedem Leser diesen Umstand, wenn auch mit ironischem Augenzwinkern, Zeile für Zeile vor Augen führen.
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Kriminalakte 4 – Der Fall Tanja B.

Der Fall Tanja B.

Polizeidienststelle Schlüchtern, Hessen, Main Kinzig Kreis.

Wie jeden Morgen gegen 9 Uhr 30 so öffnet die Verwaltungsangestellte auch an diesem Montag, den 11. Juni 2018, die Dienstpost. Es ist dann kurz nach 10 Uhr, als sie den letzten Brief in den Händen hält. Sie liest nur die ersten vier Zeilen, dann wird sie leichenblass, rennt völlig verstört zu dem Dienststellenleiter des Polizeipostens und übergibt ihm das Schreiben.

Der Beamte nimmt das Schriftstück entgegen.

Während er die Zeilen überfliegt, wird sein Gesicht maskenhaft starr.
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Kriminalakte 3 – Zehn kleine Kinderlein

Zehn kleine Kinderlein

Reinach in der Schweiz, im Sommer 1971

Ein Hoch aus den Azoren beschert dem Kanton Baselland an diesem schicksalshaften 6. August einen sonnigen und warmen Sommertag. Für die Ortschaft Reinach, in der an diesem Freitag das alljährliche Dorffest beginnt, ein geradezu perfektes Wetter. Selbst am Abend ist es noch so mild, dass keiner der Festbesucher irgendeinen Gedanken an eine Jacke oder an einen Pullover verschwendet. Man genießt die Geselligkeit, man lacht und amüsiert sich.

Daniel Schwan ist einer dieser Festbesucher.

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