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Im Original Alexej Tolstoi

Aëlita – Teil 8

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Die Landung

Die silbrige, hier und da gleichsam von Wölkchen überzogene Marsscheibe wurde merklich größer. Der vereiste Südpol funkelte grell. Unterhalb davon breitete sich ein gewölbter Nebelfleck aus. Dieser reichte im Osten bis zum Äquator, ging in der Nähe des Mittelmeridians in die Höhe, machte einen Bogen um eine etwas hellere Fläche, teilte sich und bildete am Westrand der Scheibe einen zweiten Vorsprung.

Längs des Äquators verteilten sich fünf dunkle Punkte: deutlich sichtbare runde Flecken. Sie waren durch gerade Weiterlesen

Aëlita – Teil 7

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Im schwarzen Himmel

Nachdem Losj die Eingangsluke zugeschraubt hatte, nahm er Gussew gegenüber Platz und schaute ihm in die Augen – mitten in die wie bei einem gefangenen Vogel stechenden Punkte der Pupillen.

»Wir fliegen also, Alexej Iwanowitsch?«
»Schalten Sie ein!«
Da ergriff Losj den kleinen Hebel des Rheostats und drehte ihn leicht herum. Es ertönte ein dumpfer Schlag – Weiterlesen

Aëlita – Teil 6

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Der Abflug

Auf dem öden Platz vor der Werkstatt des Ingenieurs Losj begannen sich Leute zu versammeln. Sie kamen vom Kai, von der Petrowskij-Insel her gelaufen, bildeten Gruppen, blickten auf die niedrig stehende Sonne, die breite Strahlen durch die Wolken sandte. Gespräche wurden angeknüpft: »Weshalb haben sich die Leute hier versammelt, ist jemand totgeschlagen worden?«

»Sie fliegen gleich auf den Mars.«
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Aëlita – Teil 5

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Ein utopischer Roman

In derselben Nacht

In dieser Nacht wartete Mascha lange auf ihren Mann. Mehrmals schon hatte sie den Teekessel auf dem Petroleumkocher aufwärmen müssen. Hinter der hohen Eichentür war es still und unheimlich.

Gussew und Mascha wohnten in einem Zimmer eines ehemals eleganten, riesigen, jetzt leer stehenden Hauses. Während der Revolution hatten seine Bewohner es verlassen. In vier Jahren war es vom Regen und den Winterstürmen in seinem Innern ziemlich mitgenommen worden.
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Aëlita – Teil 4

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Ein utopischer Roman

Eine schlaflose Nacht

Alles war zum Abflug von der Erde bereit. An den beiden folgenden Tagen waren sie, fast ohne Schlaf, damit beschäftigt gewesen, eine Unmenge Kleinigkeiten im Innern des Luftschiffes in den hohlräumigen Kissen zu verstauen. Die Messinstrumente und Geräte wurden überprüft. Das Gerüst, das den Flugapparat umgab, wurde abgenommen, ein Teil des Daches abgetragen.

Losj zeigte Gussew den Bewegungsmechanismus und die wichtigsten Vorrichtungen. Gussew erwies sich als ein Weiterlesen