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Im Original Karl Knortz

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 09

Mythen-und-Sagen-der-IndianerMiskwandib
oder Rotkopf und seine beiden Söhne

Miskwandib war ein tüchtiger Jäger und liebte auch die Jagd über alles. Nun klagten ihm seine Söhne einst, dass sie ihre Mutter immer allein ließe, wenn er im Wald umherstreife, und dass sie ihn lieber begleiten möchten, als sich zu Hause zu langweilen. Der Jäger wusste dies recht gut, wollte jedoch seine Kinder nicht wissen lassen, dass ihre Mutter den Weg der schlechten Frauen wandle. Doch stand er am anderen Morgen recht früh auf und verbarg sich unbemerkt in einem nahe stehenden dichten Gebüsch.
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 08

Mythen-und-Sagen-der-IndianerBoschkwädosch

Einst lebte ein Mann ganz allein auf der Welt. Er wusste nicht, woher er kam, nicht, wer seine Eltern waren, und auch nicht, ob es außer ihm jemals andere Menschen gegeben hatte. Er irrte ständig im Wald umher, seine Augen drehten sich forschend nach allen Seiten. Was er aber eigentlich suchte, wusste er selbst nicht zu sagen.

Als er sich einst müde und erschöpft neben eine dicke Eiche gelegt hatte, schlief er sanft ein und hatte Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 07

Mythen-und-Sagen-der-IndianerOmakaki Ikwe oder die Krötenfrau

Eine schöne junge Frau lebte einsam und verlassen im Wald, und das einzige lebende Wesen, das sie um sich hatte, war ein treuer Hund. Doch sie konnte von großem Glück sagen, denn jeden Morgen, nachdem sie aufgestanden war, fand sie ein großes Stück Fleisch vor ihrem Wigwam liegen. Da sie nun die Neugier plagte, wer ihr dieses eigentlich bringe, so stand sie einst sehr früh auf und bemerkte einen schönen Jüngling, der sich langsam ihrer Hütte näherte. Sie begegneten sich, grüßten sich – und heirateten auch bald danach. Nach Verlauf eines Jahres waren sie auch im Besitz eines munteren Sohnes.
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 06

Mythen-und-Sagen-der-IndianerVon dem Knaben, der die Sonne in einer Schlinge fing

Zur Zeit, als noch die Tiere auf der Welt die Oberhand hatten, waren sie sehr grausam gegen die Menschen und töteten sie alle mit Ausnahme eines Mädchens und eines Knaben. Dieser Knabe war ein Zwerg und nahm wohl täglich zu an Alter, aber nie an Kraft und Größe. Deshalb musste die Schwester alle Arbeiten allein verrichten. Sie musste Holz holen, die nötigen Kleider anfertigen und den Wigwam rein halten. Wenn sie ausging, nahm sie ihren schwächlichen Bruder jedes Mal mit, damit ihn nicht etwa während ihrer Abwesenheit ein großer Vogel wegschleppe oder ihm ein sonstiges Unglück passiere.

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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 05

Mythen-und-Sagen-der-IndianerDie Osagen oder der Stamm, der einer Schnecke entsprang

Nahe am Ufer des Missouri lebte einst eine junge Schnecke sorgenfrei und mühelos. Sie amüsierte sich köstlich nach Schneckenart, streckte ihre Fühlhörner so weit aus, wie sie konnte, und labte sich reichlich an stärkender Nahrung, die ringsum im Überfluss vorhanden war. Plötzlich aber kam über Nacht eine starke Überschwemmung, und das arme Tierlein musste schnell, um nicht zu ersaufen, auf einen nahe liegenden Baumstamm klettern, mit dem es nun weit fortgetrieben wurde.

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