Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 29
Tschibi oder die zwei Fett essenden Geister
Hoch oben am Michigansee in einer waldigen, wilden Gegend stand einsam ein netter Wigwam, den ein biederer Jäger mit seiner braunen Gattin bewohnte. Da ihre kleine Hütte wenigstens sieben Sonnenuntergänge von der nächsten entfernt war, so blieb das glückliche Ehepaar stets von unlieben Nachbarn verschont und lebte recht zufrieden. Da es ringsum Wild jeder Art in Hülle und Fülle gab und er ein sicherer Schütze war, so hatten beide vollauf zu essen und Pelze genug, um sich schöne und warme Kleider zu machen.
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 28
Es war einmal ein junger Mann namens Schischib oder die kleine Ente, der ruderte eines Tages sein Kanu langsam am Ufer des Michigansees entlang.
Als dies zwei schöne Schwestern sahen, sagte die eine zur anderen: »Komm, lass uns ihn rufen und ihn fragen, ob er uns nicht ein wenig fahren will!«
»Nein«, erwiderte die jüngere Schwester, »lass uns das nicht tun, denn was wird er von uns denken?«
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 27
Der Rotfuchs ist ein Tier, an dem die böse Nachrede kein gutes Wort gelassen hat. Er soll wie die Hyäne die Toten ausgraben und sie verzehren. Aus seinem nächtlichen Geheul weiß man allerlei Sterbefälle und sonstige traurige Geschichten zu weissagen. Sein Körper war früher ganz rot. Seine schwarzen Beine hat er erst später, und zwar auf folgende Art bekommen.
Einst hatte ein mächtiger Chief, der eine allerliebste Tochter besaß, ein großes Gastmahl bereitet und alle Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 26
Es war gerade nicht der Teufel selbst, aber mindestens ein ebenso gesinnter und verschmitzter Geist, der sich zur Lebensaufgabe gesetzt hatte, andere Leute stets zu schikanieren und allenthalben Unglück anzurichten.
Er ging einst am freundlichen Ufer des Huronsees spazieren und sah eine Menge lustiger Enten vor sich auf dem Wasser herumsegeln und sich köstlich nach Entenart amüsieren.
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 25
Nebäkwäm erschien einst ein weißer Mann im Traum, der zeigte ihm einen breiten, südwestlich führenden Weg, an dessen Ende er gerufen werde. Um dieser Weisung Folge zu leisten, bekleidete sich Nebäkwäm schnell mit seinem besten Gewand und betrat den angegebenen Pfad. Zu dessen beiden Seiten lag eine Menge umgehauener Bäume, und die nahe stehenden Häuschen zeigten, dass sie mit anderen Werkzeugen und Händen gebaut waren, als die Wigwams seines Volkes. Bald kam er in eine große Stadt, die ihm so sehr gefiel, dass er gerne dort geblieben wäre, wenn ihm die Leute nicht befohlen hätten, weiterzugehen.
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