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Im Original Karl Knortz

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 34

Mythen-und-Sagen-der-IndianerDie himmlischen Geschwister

Wabi oder der weiße Falke war ein berühmter Jäger, der sich seine einsame Hütte tief in einem finsteren Wald aufgeschlagen hatte. Einst kam er auf der Jagd in eine große Prärie, auf der er schön geformte Fußstapfen erblickte, die er, von Neugier getrieben, weiter verfolgte. Sein Weg führte ihn über weiches Gras und reizende Blumen zu einem geheimnisvollen Kreis, der das Ende seiner Reise bildete, da dort die Fußstapfen aufhörten. Er setzte sich ruhig hinter einen dicken Baum und wartete geduldig der Dinge, die da kommen würden.
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 33

Mythen-und-Sagen-der-IndianerOpitschi
oder die Entstehung des Rotkehlchens

Ein alter Mann hatte einen einzigen Sohn namens Opitschi, der war gerade in dem Alter, in dem der allgemeine Brauch verlangte, sich durch Fasten eines Schutzgeistes für das weitere Leben zu versichern. Der Vater bildete sich viel auf seinen Knaben ein, und da er sehr ehrgeizig war, so hoffte er ihn durch außergewöhnlich langes Fasten dereinst zu einem berühmten Mann zu machen, der alle seine Vorfahren an Weisheit und Tapferkeit überträfe. Er baute ihm also für den betreffenden Zweck eine kleine Hütte, führte Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 32

Mythen-und-Sagen-der-IndianerAkukodschisch
oder die Familie der Ferkelkaninchen

Weit oben im Norden lebte ein weibliches Ferkelkaninchen mit seinen Jungen in einer Höhle. Es war Winter und sehr kalt. Da die Kleinen noch zu schwach waren, um sie in dieser rauen Jahreszeit vor die Tür zu lassen, suchte die Mutter tagtäglich allerlei Wurzeln und sonstige essbare Dinge, die sie eben finden konnte, damit sie nicht verhungerten.

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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 31

Mythen-und-Sagen-der-IndianerBibon und Sigwan
oder Winter und Frühling

Es war Winter. Überall war es tot und öde, und das Einzige, was man hörte, war der Nordwind, der die Bäume schüttelte und den Schnee vor sich hertrieb.

Am Ufer eines zugefrorenen Flusses stand ein halb zerfallener Wigwam, aus dem nur noch wenig Rauch aufstieg, denn der Greis, der ihn bewohnte, war so schwach und erschöpft, dass er sich die Schneeschuhe Weiterlesen →

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 30

Mythen-und-Sagen-der-IndianerPakwadschininis

Einst waren alle Leute auf der Erde gestorben, mit Ausnahme zweier kleiner Kinder. Jene Kinder waren ein Knabe und ein Mädchen, die während der allgemeinen Sterblichkeit geschlafen hatten. Das Mädchen erwachte zuerst, sah aber sonst niemand um sich als seinen Bruder, der wie ein Klotz dalag und sich nicht regte und bewegte. Nach zehn Tagen drehte er sich stillschweigend um und schlief zehn weitere Tage auf der anderen Seite. Dann erst erwachte auch er.

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