Archiv

Im Original Friedrich Wilhelm Bruckbraeu

Der bayerische Hiesel – Teil 17

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Hiesel als Brautwerber

Nach diesem für Hiesel allerdings schon bedeutenden Feldzug war er lange Zeit in der besten Laune, weil er ihn so glücklich geführt hatte. Einige Wochen hindurch wurde er nicht mehr beunruhigt, und benutzte diese Zeit, die ihm noch fremden Wälder ganz allein, nur von seinem treuen Tiras begleitet, zu durchstreifen.

Da traf sich’s, dass er eines Morgens, da kaum noch die Dämmerung den Tag verkündete, in seiner Nähe, in einem dichten Gebüsch, lautes Weinen und Schluchzen vernahm. Darauf wurde es eine kurze Zeit ganz still. Schon wollte Weiterlesen

Der bayerische Hiesel – Teil 16

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Immer verwegener!

Gingen auch nur 8 Tage vorüber, wo Hiesel nur Wild erlegen konnte, so klagte er schon über Langweile. Er sehnte sich dann wieder, mit einer Streife handgemein zu werden. Gefahren hatten für ihn einen ganz eigenen Reiz. An Hiesel war ein kühner Soldat verloren gegangen. Oft war er gesonnen, den Gerichten in eigenhändigen Schreiben seinen Aufenthalt anzuzeigen, nur um das Vergnügen zu haben, sich mit den Streifen herumzubalgen. Die dringenden Vorstellungen seiner Kameraden hielten ihn davon ab.

Weiterlesen

Der bayerische Hiesel – Teil 15

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

List und Notwehr

Weit und breit zeigte sich keine Spur einer Streife, und Hiesel ärgerte sich gewaltig, durch sein blindes Vertrauen auf die Warnung des Trüffelhundes nicht bloß die volle Befriedigung seiner Rachsucht gegen Laner, sondern auch den Glauben seiner Kameraden an die Kunst des Vorhersagens nahender Gefahr verloren zu haben.

Elf seiner Kameraden entließ er also mit dem Auftrag, einen Jagdzug in die Grenzforste zu machen. Er selbst aber, vom schnellen Marsch ermüdet, beschloss, auf den Krauthöfen, eine Einöde Gräflich-Fuggerisch-Dietenheimischen Weiterlesen

Der bayerische Hiesel – Teil 14

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Das lebendige Stroh

In einem der vielen Gefechte mit streifenden Jägern, Soldaten und Gerichtsdienern, die Hiesel fast täglich zu bestehen hatte, war kürzlich einer von seinen besten Kameraden, durch den Kopf geschossen, auf dem Platz geblieben.

Aus besonderem Hass gegen Franz Joseph Laner, Beständner auf dem Hauserhof, unweit Minsterhausen, hatte jemand dem Hiesel den Argwohn beigebracht, dieser Laner habe den Wildschützen erschossen und sich dieser Tat Weiterlesen

Der bayerische Hiesel – Teil 13

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Schlechte Bedienung

Am nämlichen Nachmittag saß Hiesel mit 3 Kameraden im Wirtshaus zu Schnerzhofen, mit Kartenspiel beschäftigt, und äußerst vergnügt, weil er nun durch die Wachsamkeit des Trüffelhundes mehr als sonst gegen jede Gefahr geschützt zu sein glaubte.

Da fügte es sich, dass der Jäger vom Wald, Leonhard Schenk, in Dienstverrichtungen am Wirtshaus vorüberging. Kaum bemerkte ihn Hiesel mit seinen Luchsaugen, als er ihm sogleich einen Wildschützen nachschickte, der ihn Weiterlesen