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Im Original Ernst Meier

Schwäbische Sagen 9

Schwäbische-Sagen

Das Erdmännle in Mittelstadt
Eine mündliche Überlieferung aus Mittelstadt

Nach Mittelstadt am Neckar kam lange Zeit ein Erdmännle in ein Haus und tat mancherlei Arbeit für die Hausbewohner. Insbesondere backte es regelmäßig das Brot. Man brauchte nur abends das Mehl in die Backmulde zu schütten, so fand man Weiterlesen

Schwäbische Sagen 8

Schwäbische-Sagen

Die Blechstücke
Eine mündliche Überlieferung aus Pfullingen

Auf dem Urschelberg bei Pfullingen ist ein Platz am Weg, den man die »Geiststelle« nennt. Hier hat der Hans aus Pfullingen einmal bei Nacht auf einem Ameisenhaufen zwei glänzende Stücke Blech gefunden und hat sie mitgenommen und fünfzehn Jahre lang aufbewahrt. Seitdem ging es ihm beständig gut. Endlich verkaufte seine Frau diese Blechschnitzel und bekam für jedes Stückchen Weiterlesen

Schwäbische Sagen 7

Schwäbische-Sagen

Der Geist auf dem Venusberg
Mündliche Überlieferung aus Lorch

Bei Lorch im Remstal liegt auf einem kleinen Hügel ein besonderer Hof, den man »Venusberg« nennt. Daneben liegt auf einem schön geformten Hügel der »Hollenhof,« und nicht weit davon die Götzenmühle am Götzenbach. Der Venusberg wird schon im 15. Jahrhundert erwähnt. Hier »schwebte« vor noch nicht langer Zeit ein Geist, der mit den Hausbewohnern im besten Einvernehmen Weiterlesen

Schwäbische Sagen 6

Schwäbische-Sagen

Die Wunderblume
Mündlich aus Gönningen

Eine Frau aus Gönningen fand einstmals auf dem Stöffelesberg eine schöne Blume. Die brach sie ab und steckte sie sich an die Brust. Als sie hierauf im Wald etwas weiter hinaufgestiegen war, tat sich eine Tür vor ihr auf, und da saßen in einer Erdhöhle drei weiße Fräulein, und ein schwarzer Pudel lag am Eingang der Tür. Sie hätte die drei Fräulein erlösen und sich selbst sehr glücklich machen können. Aber vor Angst wagte sie es nicht, ein Wort zu reden und ging still wieder fort.
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Schwäbische Sagen 5

Schwäbische-Sagen

Der Schlossbuckel bei Schlat
Mündliche Überlieferung aus Schlat

Zwischen Schlat und Eschenbach auf dem sogenannten »Schlossbuckel« stand ehedem ein Schloss, das den Edlen von Zillenhardt gehörte und das mit großen Schätzen versunken sein soll. Nächtlicher Weile aber steigt es zu Zeiten wieder herauf und ist dann schon von verschiedenen Menschen gesehen worden.
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