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Im Original Friedrich Gerstaecker

Gold Band 3 – Kapitel 10.1

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 10 Teil 1

Schluss

Vier Wochen waren nach den letztbeschriebenen Vorfällen etwa verflossen. Die bunte Färbung des Waldes, die fallenden Blätter kündeten schon den nahenden Herbst. Auch der Himmel zeigte sich nicht mehr so rein und blau, wie er den ganzen heißen Sommer fast gewesen war. Dichte Wolkenschichten zogen sich schon zusammen. Alle Anzeigen verrieten, dass die Regenzeit hier bald beginnen werde.
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Gold Band 3 – Kapitel 9

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 9

Der Abschied

Das Wetter hatte sich am anderen Morgen nicht verändert. Derselbe Nebel lag noch auf dem Tal und die Luft war feucht und kalt. Mühsam nur rang sich auch der Tag Bahn durch die zähen Schwaden, während der Himmel in trübes Grau gekleidet blieb.

Eben nur ließen sich aber die ersten Anzeigen des nahenden Tages erkennen, als Hales Zeltleinwand zurückgeschoben wurde und ein Mann mit einem gedämpft gesprochenen »Hallo Hale!« den inneren Raum betrat.
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Gold Band 3 – Kapitel 8.3

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 8.3

Robins hatte indessen den Landsleuten, unter denen er mehrere Bekannte traf, erzählt, wie er mit dem Engländer zusammengearbeitet habe und krank geworden wäre, und wie wacker sich jener seiner angenommen, ja sogar seinen Verdienst die Zeit mit ihm trotz alles Sträubens geteilt habe. Nun hatte er Macalomes verlassen wollen und war nur durch einen Zufall noch in der Nachbarschaft aufgehalten worden, wo er Nolten und dem jungen Deutschen begegnete. Nolten kannte ihn aber und wusste, dass er des Engländers Compagnon gewesen sei. Als er die Anklage gegen diesen hörte, hatte er sich ohne Weiteres auf sein Pferd geschwungen, um als Zeuge für ihn Weiterlesen

Gold Band 3 – Kapitel 8.2

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 8.2

Im Lager waren indessen noch andere Amerikaner aus den benachbarten Minen eingetroffen, die von der gestrigen Schilderhebung der Mexikaner gehört hatten, und nun herbeieilten, ihren Landsleuten beizustehen. Sie alle trugen Büchsen und manche wilde sonngebrannte Gestalt war unter ihnen, in Jagd- und Indianerkämpfen noch von der Heimat her abgehärtet. Hale kannte auch mehrere von diesen und hoffte, dass sie eher dem Gesetz als jenen rauflustigen Gesellen beistehen würden, falls es mit diesen zum Äußersten kommen sollte.

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Gold Band 3 – Kapitel 8.1

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 8.1

Die Jury

Am nächsten Morgen lag ein dichter Nebel auf der Flat, der das ganze Tal in seine undurchdringlichen Schleier hüllte, und eben nicht dazu beitrug, die vom vergangenen Tag aufgeregten Gemüter zu beruhigen. Dumpfe Gerüchte durchliefen das Lager, dass sich die Indianer und Mexikaner wieder in den Bergen gesammelt hätten, um einen gemeinsamen Angriff auf die Stadt zu machen, und dabei den Engländer, den man sonderbarer Weise mit Weiterlesen