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Im Original Gabriel Ferry

Farmer und Goldsucher – Kapitel 2

Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien

Kapitel 2

Guyandotte, welches seinen Namen von einem der Nebenflüsse des Ohio erhielt, ist eine kleine Stadt von geringer Bedeutung. Ich wollte mich hier nur die nötigste Zeit aufhalten, um bestimmte Nachrichten über die Lage meines Eigentums zu erlangen. In einer Unterhaltung mit einem Passagier des Dampfers hatte ich erfahren, dass mein Stück Land eine Parzelle großer, öffentlich verkaufter Flurstücke war. Die Größe jeder dieser Parzellen beläuft sich auf 640 Acre.

Diese voraussichtlich unzureichenden Notizen musste ich zu vervollständigen suchen und in dem Sparrenzimmer des Gasthofes, in welchem ich abgestiegen war, glaubte ich die von mir gewünschte Auskunft erhalten zu können. Sparrenzimmer Weiterlesen

Farmer und Goldsucher – Kapitel 1

Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien

Kapitel 1

Nach einer Überfahrt von 45 Tagen gelangte unser Schiff, das wir in Hamburg bestiegen hatten, an die Stelle, wo der Mississippi, obwohl dem Auge selbst noch unsichtbar, seine gelben Wellen mitten in den Ozean hineintreibt, der sich selbst noch vor dem Ungestüm dieses Vaters der Flüsse respektvoll zurückzieht. Zum letzten Mal vor dem Betreten meiner neuen Heimat stellte ich mir die Fragen: Welche Mittel bringst du mit in diese neue Welt? Welcher Zukunft gehst du in deinem selbst gewählten Exil entgegen, in deiner zu gründenden Heimat, deren Zustände du bisher nur aus mündlichen Berichten und aus Büchern kennengelernt hast? Für die Summe von 1500 Taler hatte ich, als ich noch im Besitz meines Vermögens war, ein Grundstück von nicht unbedeutender Größe in den Weiterlesen

Farmer und Goldsucher – Einleitung

Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien

Einleitung

Aus den entgegengelegensten Gegenden Nordamerikas habe ich Briefe eines jungen Auswanderers vor Augen, der durch den Bankrott eines Bankierhauses, dem er fast sein ganzes Vermögen anvertraut hatte, plötzlich seines Eigentums beraubt wurde.

Georg Warner, der letzte Spross einer angesehenen Familie Hamburgs, war keiner jener schwachen und verzagten Menschen, welche durch eine vereitelte Hoffnung oder einen fehlgeschlagenen Plan den Mut sinken lassen, in Trübsinn und Untätigkeit verfallen oder gar der Verzweiflung sich hingeben und ruhelos umherirren. Er war Weiterlesen