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Die Virginier Erster Band – 8. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
8. Kapitel

In welchem George an einer sehr verbreiteten Krankheit leidet

An dem Tag, der für den Empfang des Generals bestimmt war, wurde Haus Castlewood zu höchstem Glanz hergerichtet, und Madame Esmond selbst kleidete sich in ein weit prunkvolleres Gewand, als sie gewöhnlich zu tragen pflegte. Wahrhaftig, sie wünschte ihrem Gast jede Ehre zu erweisen und dieses Fest, das in Wirklichkeit doch traurig für sie war, ihrer Gesellschaft so angenehm wie möglich zu machen. Des Generals neuer Adjutant erschien als erster Gast. Die Witwe empfing ihn in der gedeckten Galerie vor dem Haus. Er stieg an den Stufen aus dem Sattel, und seine Diener führten die Pferde in die wohlbekannten Ställe. Kein junger Herr der Kolonie war besser beritten oder gewandter zu Pferde als Mr. Washington.
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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 7 – 1. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 7
Die Spürnase des Oberkellners
1. Kapitel

Zu Hilfe, Sherlock Holmes!

»So, Harry«, sagte Sherlock Holmes zu seinem Freund und Gehilfen Taxon, indem er sich behaglich vor seinen Kamin niederließ, »nun wollen wir noch eine Pfeife rauchen und dann haben wir hoffentlich bis morgen früh Ruhe. In der letzten Zeit ist es etwas gar zu wild bei uns zugegangen – eine Nacht ungestörten Schlafes wird uns beiden guttun.«

Harry Taxon hatte kaum die Pfeifen gebracht und sich neben seinem Herrn niedergelassen, als dieser aufhorchte.

»Weiß der Teufel«, murmelte er, »ich glaube, das Telefon hat geläutet.«

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Der Märkische Eulenspiegel 11

Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe

Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin

Wie Clauerts Hühner Eier legen ohne Schalen

Zu Trebbin wohnte ein Gastgeber, mit Namen Valentin Schneider, dessen Stallung an Clauerts Hof stieß. In diesem Stall hing an einem Wandloch ein Hühnernest, in welches Clauert aus seinem Hof durch die Wand greifen konnte, und aus welchem er auch gewöhnlich die Eier nahm. Als Valentin Schneider dies merkte, nahm er die guten Eier aus dem Nest heraus und legte dasselbe bis oben an voll weiche Eier. Nun hatte Clauert einen Stiefsohn, Gregor Michel genannt, der wusste jenen Ort auch, wo man die Eier fand, und ging deshalb Weiterlesen

Secret Service Band 2 – Kapitel 10

Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 2
Old and Young King Brady Detectives
Told by the ticker
Oder: Die zwei King Bradys in einem Wallstreetfall
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Detektiv Old King Brady, der mehr Rätsel gelöst hat als jeder andere Detektiv, von dem man je gehört hat.

In der Reihe der Geschichten, die in SECRET SERVICE veröffentlicht werden, wird ihm ein junger Mann zur Seite stehen, der als Young King Brady bekannt ist und dessen einziges Lebensziel darin besteht, Old King Brady darin zu übertreffen, gefährliche Fälle aufzuklären und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Wie gut ihm dies gelingt, wird in den folgenden, im SECRET SERVICE veröffentlichten Geschichten ausführlich geschildert.

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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 48

Die Herkunft der von Bredow

Der Teufel hatte einmal Musterung auf der Erde gehalten und all die Edelleute, die nicht mehr guttun wollten, in einen großen Sack gesteckt, den auf den Rücken getan, und war lustig damit zur Hölle geflogen. Wie er nun über die Stadt Friesack kam, so streifte der Sack etwas hart an der Spitze des Kirchturms, sodass ein Loch hineinriss und eine ganze Gesellschaft von Edelleuten, wohl ein Vier­teil der Bewohner des Sacks, ohne dass der Teufel es gemerkt hätte, herausfiel. Das waren aber die Herren von Bredow gewesen, die nun nicht wenig froh waren, den Krallen des Teufels für diesmal entkommen zu sein. Zum Andenken nannten sie nun die Stadt, wo der Sack das Loch bekommen und sie befreit hatte, Friesack, und von hier haben sie Weiterlesen