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Märchen und Sagen

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 4

Die Zwölften zur Weihnachtszeit und Frau Harke

Wenn zur Weihnachtszeit die Tage anfangen, wieder länger zu werden, dann atmet der Landmann auf. Ihm däucht der schlimmste Teil des Winters vorüber zu sein. Das war auch der Grund, weshalb unsere heidnischen Vorfahren schon zu dieser Zeit ein Fest begingen, nämlich das der sogenannten Wintersonnenwende. Man nannte diese Zeit und nennt sie noch heute in der Mark, wie meist auch im übrigen Norddeutschland, die Zwölften und rechnet sie von Weihnachten bis Groß-Neujahr, d. h. bis zum 6. Januar. Weiterlesen →

Sagen der mittleren Werra 30

Sagen-der-mittleren-Werra

Vom Hexenbiss bei Herrenbreitungen

In Herrenbreitungen auf dem Gottesacker steht noch ein altes, eisernes Kachelkreuz, d. h. ein Kreuz, dessen Inschrift mit einem Lid zugeklappt werden kann. Die Zeit hat hier zwar die Schrift verwischt, doch in der Erinnerung des Volkes ist sie noch stehen geblieben. Dieses erzählt: Hier ruht ein ehemaliger Besitzer des hiesigen Klostergutes, dem eines Sommers auf seinen Feldern gar Weiterlesen →

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 3

Die wilde Jagd

Eine Sage, welche noch vor allen aus der alten Heidenzeit herstammt, ist die vom wilden Jäger. Besonders knüpft sie sich an waldreiche Gegend. Unter Brausen zieht da die gespenstige Erscheinung meist des Nachts durch die Luft. Man hört lärmende Stimmen und zwischendurch das Giff Gaff der Hunde. Es ist ein Gejuche, heißt es, dass einem die Haare zu Berge stehen. Dabei Weiterlesen →

Sagen der mittleren Werra 29

Sagen-der-mittleren-Werra

Der pflügende Knecht zu Fambach

Ein Knecht aus Fambach war auf einem Acker mit Pflügen beschäftigt. Da blieb plötzlich der Pflug an etwas hängen. Der Knecht wurde ärgerlich und hieb, was er nur konnte, auf die Pferde. Die aber mochten anziehen, wie sie nur wollten, sie brachten den Pflug nicht von der Stelle.
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Sagen der mittleren Werra 28

Sagen-der-mittleren-Werra

Von dem fröhlichen Fräulein auf der Todenwarth

Auf der Todenwarth hat einmal ein gar leutseliges und sittsames Fräulein gewohnt, das wegen seines heiteren Gemüts nur das fröhliche Fräulein genannt wurde. Auch wusste es mehr als andere Leute.

Einmal schlachtete droben ein schöner, junger Metzger aus Fambach und pries errötend und gesenkten Blickes das Fräulein ob seines fröhlichen Sinnes und seiner großen Holdseligkeit. Da wurde dieses plötzlich ernst und fragte den Metzger, ob er, wenn es Weiterlesen →