Der Totenwirt und seine Galgengäste 6
Der Totenwirt und seine Galgengäste
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Ritter-, Räuber-, Mörder- und Geistergeschichte aus der grauen Vorzeit, um 1860
Teuflische Rache
Als Hedwig am nächsten Morgen im Stall erschien, um dem Zelter ein Stückchen Kuchen zu reichen, lag Bastian nach seiner Gewohnheit zu den Hinterfüßen des Zelters, erhob sich rasch und verbeugte sich schweigend und demütig.
»Ich komme heute früher als gewöhnlich«, sagte sie gütig, in den Stand tretend, um ihrem lieben Aga, wie sie den Zelter nannte, den Kuchen zu geben.
Weiterlesen
Der Totenwirt und seine Galgengäste 5
Der Totenwirt und seine Galgengäste
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Ritter-, Räuber-, Mörder- und Geistergeschichte aus der grauen Vorzeit, um 1860
Liebesantrag und Maulschelle
Unter den vielen Stallknechten des Grafen Ermin von Bardenfels befand sich auch ein Vagabund, namens Bastian, der durch ganz besondere Dienstbeflissenheit die Gunst des Grafen erschlichen hatte. Die ihm anvertraute Abteilung des Stalls war immer am reinlichsten gehalten. Kein anderer putzte und pflegte die Rosse so sorgsam, fütterte und tränkte sie so pünktlich. Die Zäume und alles Riemenzeug waren immer glänzend schwarz. Der Graf lobte ihn oft bei seinem täglichen Besuch der Stallungen und stellte ihn den übrigen Stallknechten als ein Muster Weiterlesen
Der Totenwirt und seine Galgengäste 4
Der Totenwirt und seine Galgengäste
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Ritter-, Räuber-, Mörder- und Geistergeschichte aus der grauen Vorzeit, um 1860
Belohnung
Der Graf segnete sie und sprach: »Ich wusste, dass ihr euch liebt, meine Kinder!«, sagte er, »und trug den Gedanken an eure Verbindung schon lange in mir, hab auch öfter schon mit der Mutter darüber gesprochen, die mit mir ganz einverstanden ist. Die Verlobung gerade am heutigen Tag betrachte als eine Belohnung und zugleich als eine Genugtuung, die ich dir schuldig bin, lieber Hildebert. Du verstehst mich schon, ich brauche nicht darüber zu reden.«
Weiterlesen
Die sechs schlafenden Jungfrauen 15
Die sechs schlafenden Jungfrauen oder: Der schreckliche Zweikampf
Eine furchtbare Ritter- und Geistergeschichte von Wilhelm Bauberger erzählt
Kapitel 15
Des Ritters Tugendlohn
Während Ritter Alfred von Steinkopf die Erlösung des Geistes vollführte, hatte der wackere Bligger unterdessen bei Urach zugesprochen. Da Alfred ihn bereits früher in das Geheimnis seiner Liebe zu Adelgunde eingeweiht hatte, derselben die Freudenbotschaft von der Ankunft ihres ersehnten Lieblings gebracht. Urachs Hass war längst gebrochen. Er hatte sich überzeugt, dass Alfred ein Ritter von echter Sitte, und ein viel wünschenswerterer Gemahl für seine Adelgunde sei, als jener lockere Graf von Sondershausen, der sein Hab und Gut auf die leichtfertige Weise verprasste.
Weiterlesen
Die sechs schlafenden Jungfrauen 14
Die sechs schlafenden Jungfrauen oder: Der schreckliche Zweikampf
Eine furchtbare Ritter- und Geistergeschichte von Wilhelm Bauberger erzählt
Kapitel 14
Des Geistes Erlösung
»Ihr Jünglinge«, sprach Alfred nach einigen Tagen dortiger Anwesenheit zu diesen, »habt ihr euch wirklich alle tugendhaft und rein bewahrt, so ist es mir vergönnt, euch zu glücklichen Menschen zu machen.«
»Wir sind noch tugendhaft und rein«, entgegneten sie, »und keine Schmach und Makel klebt an uns.«
»So lasst eure Rosse satteln und folgt mir, denn eine schöne Zukunft hat euch das Schicksal zugewiesen.«
Weiterlesen
Neueste Kommentare