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Vergessene Werke

Curumilla – Erstes Buch, Kapitel 7

Gustave Aimard
Curumilla
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 7 – Guetzalli

Wir würden manche Umstände übergehen, manche Tatsachen verschweigen, wenn wir einen Roman schrieben. Da wir aber unglücklicherweise nur Geschichtsschreiber sind, sehen wir uns als solche zur gewissenhaftesten Genauigkeit verpflichtet.

In den ersten Teilen unserer Geschichte haben wir erzählt, wie der Graf von Lhorailles an der Spitze von 150 Franzosen, welche er in der Kolonie Guetzalli ausgehoben, die er begründet hatte, sich verleiten ließ, die Indianer bis in die große Wüste Del-Rort zu verfolgen, wie er sich dort mit seinen Leuten in jenem Sandmeer verirrte und sich, nachdem Weiterlesen →

Robert der Teufel – Kapitel 6

Robert der Teufel und die höllischen Fanghunde
Eine schauderhafte Teufels-, Hexen-, Räuber- und Mördergeschichte um 1860

Kapitel 6 – Prinzessin Irmengard

Auf einer mit Blumen übersäten Wiese zwischen dem Strand des Meeres und dem waldigen Hohlweg, der zu einem, auf einer Anhöhe gelegenen Lustschloss des Königs von Provence führte, vergnügte sich an einem sonnigen Abend die tugendhafte und bezaubernd schöne Königstochter Irmengard, von vier Gespielinnen umgeben, mit Ballspielen, worin sie sehr begabt war. Sie konnte herzlich lachen, so oft der Ball, von einem dieser Fräuleins geworfen, sie nicht traf, und die Werferin dann neugierig schaute, ob es ihrer Nachbarin nicht ebenso erging.

»Ihr werdet sehen«, sagte die Prinzessin während einer Ruhepause, »dass mir heute noch etwas Unangenehmes begegnet, da ich Weiterlesen →

Der Marone – Der Myal-Mann

Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 2
Der Myal-Mann

Auf Jamaika herrschte, wenige Jahre vor der Zeit, in welcher diese Erzählung beginnt, große Aufregung in Bezug auf den Obiahismus.

Die Ausübung dieser fürchterlichen Kunst war erschreckend gewöhnlich geworden, so gewöhnlich, dass auf jedem größeren Gut der Insel ein »Professor« war oder ein Obiahmann. Diese geheimnisvollen Doktoren waren stets Männer, sehr selten Frauen, und gewöhnlich Eingeborene Afrikas in vorgerücktem Alter und hässlichem Aussehen. Je hässlicher, desto erfolgreicher in der Ausübung ihres verbrecherischen Tuns. Eine bestimmte Klasse von ihnen Weiterlesen →

Farmer und Goldsucher – Kapitel 3

Farmer und Goldsucher
Abenteuer und Erlebnisse eines jungen Auswanderers in Virginia und Kalifornien

Kapitel 3

Als ich allein war, überdachte ich reiflich meine ganze Lage und kam zu dem unwandelbaren Entschluss, entweder zu siegen oder zu sterben. Bevor ich aber der Gefahr die Stirn bot, hielt ich es für angebracht, das Terrain erst ein wenig zu sondieren. Verborgen hinter einer Eiche, deren dichte Zweige mich vor der Sonne schützten, zog ich mein Fernrohr hervor und richtete es auf die Ebene, die zu meinen Füßen lag.

Die Reihen der Ahornbäume, von den Strahlen der sinkenden Sonne beleuchtet, gewährten einen herrlichen Anblick. Sie glichen einem grünen See, auf welchem der Abendnebel in feurigen Streifen magische Bilder hervorzauberte. Ein scharfer Luftzug durchfuhr die Wipfel der Tulpenbäume und Catalpa bis herab zu den Kräutern der Wiesen. Weiterlesen →

Curumilla – Erstes Buch, Kapitel 6

Gustave Aimard
Curumilla
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 6 – Wiedervergeltung

Die beiden Gegner schienen sich einen Augenblick zu sammeln. Daraufhin sprang der Sachem plötzlich vor.

Der Graf blieb ruhig stehen. In dem Augenblick, als der Indianer auf ihn zukam, fasste er blitzschnell mit der Linken das Pferd des Häuptlings bei den Nüstern, sodass es vor Schmerz wiehernd emporstieg, und stieß geschickt und sicher dem Indianer seinen langen Degen in den Hals. Der Arm, welcher dieser erhoben hielt, sank kraftlos herab. Seine Augen traten weit aus den Höhlen, aus der klaffenden Wunde sprang ein Blutstrahl. Er rollte mit einem letzten Todesschrei zu Boden und wand sich wie eine Schlange.
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