Der Marone – Zwei Reisende nach derselben Quelle
Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 15
Zwei Reisende nach derselben Quelle
Herr Montagu Smythje hatte den ganzen Weg von Liverpool nach Jamaika zurückgelegt, ohne je seinen Fuß nur einen Zoll über die Linie gesetzt zu haben, die das geheiligte Gebiet des Hinterdecks von dem minder geachteten Mittel- und Vorderteil des Schiffes trennt. Über den Hauptmast hinaus war er nie gekommen.
Da die Seenymphe kein eigentlich regelmäßiges Paketschiff oder gar ein königliches Postschiff war, sondern nur ein gewöhnliches Kauffahrteischiff, das gelegentlich einige Passagiere mitnahm, so wurden gerade keine so sehr strengen Gesetze in Betreff der Vorrechte des Hinterdecks beobachtet. Die gemeinen Matrosen durften freilich das gewöhnliche Weiterlesen
Geisterschloss Dohlenstein – Kapitel 7
Geisterschloss Dohlenstein
Abenteuer eines flüchtigen Pariser Studenten
Eine Geister- und Räubergeschichte
Kapitel 7 – Die letzte Gefahr
Schon hatten sie die Burgmauern verlassen, als ein entsetzlicher Donnerschlag die Eilenden in ihrer Hast hemmte. Der Boden bebte unter ihren Füßen, und bei ihrem Rückblick gewahrten sie eine schwarze ungeheure Rauchwolke und zerrissene Burgmauern. Den gefangenen Räubern gelang es nämlich, ihre Wächter, Wilhelm und Fidesko, zu erwürgen, und waren im Begriff, sich durch die Reihen ihre Feinde durchzuschlagen. Ein erneuerter Kampf entspann sich. Auf beiden Seiten gab es Tote und Verwundete. Inzwischen raffte auch Rotbart seine letzten Kräfte zusammen, schleppte sich kriechend aus dem Kerker, warf Feuer in die Pulverkammer mit dem Ruf ›Tod und Hölle den Verrätern!‹ und hatte auf diese Art die Belagerer mit sich selbst in die Luft gesprengt. Nur einige wenige Reiter Weiterlesen
Die Trapper in Arkansas – Band 1.10
Gustave Aimard (Olivier Gloux)
Die Trapper in Arkansas Band 1
Erster Teil – Treuherz
Kapitel 6 – Der Retter
Um dem Leser die Lage unserer zwei Jäger recht anschaulich zu machen, sehen wir uns genötigt, zu dem Häuptling der Comanchen zurückzukehren.
Kaum hatte Adlerkopf seine Feinde unter den Bäumen verschwinden sehen, als er behutsam aufstand, sich vorbeugte und horchte, um sicher zu sein, dass sie sich wirklich entfernt hätten. Sobald er sich darüber Gewissheit verschafft hatte, riss er ein Stück seiner Decke ab, mit welchem er den verwundeten Arm so gut wie möglich verband. Trotz seiner durch den Blutverlust verursachten Schwäche und der heftigen Schmerzen, welche er empfand, Weiterlesen
Curumilla – Zweites Buch, Kapitel 8
Gustave Aimard
Curumilla
Zweites Buch
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 8 – Vor der Schlacht
Sobald man auf die Entfernung eines Kanonenschusses von der Hacienda gekommen war, gebot der Graf Halt!
»De Laville,« redete er den Capitain an, der an seiner Seite marschierte, »dringen Sie vor und besetzen Sie die Hacienda del Milagro militärisch. Wir wollen unser Hauptquartier dort aufschlagen.«
»Wozu solche Vorsichtsmaßregeln?«, fragte Belhumeur, »schenken Sie meinen Worten keinen Glauben? Don Rafaël und die Seinen werden sich freuen, Sie zu sehen und Sie mit offenen Armen empfangen.«
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Wolfram von Bärenburg – Teil 10
Wolfram von Bärenburg, genannt der Erzteufel
Der verwegenste Raubritter und schrecklichste Mörder, ein Scheusal des Mittelalters, von der Hölle ausgespien zum Verderben der Menschen
Eine haarsträubende Schauergeschichte aus den furchtbaren Zeiten des Faustrechts und des heimlichen Gerichts der heiligen Feme aus dem Jahr 1860
Kapitel 10
Im Speisesaal
»Ihr führt ein behagliches klösterliches Leben, wie ich sehe«, sprach Wolfram höhnisch bei seinem Eintritt.
Die Äbtissin und alle Nonnen nebst der Novizenmeisterin sprangen erschrocken von ihren Stühlen auf.
»Wie? Ein Mann in unserm Nonnenkloster!«, rief die Äbtissin entsetzt aus, die Hände ringend.
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