Diane Teil 1 – Kapitel 7
Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Siebentes Kapitel
Unterredung einer Gastwirtin und eines Bankiers – Die schönsten Verse sind die, welche ungedruckt bleiben
Ungefähr sechs Wochen nach den obigen Vorfällen ließ sich bei dem Bankier, der eben sehr beschäftigt war, eine Dame anmelden, die ihn in besonders wichtigen Angelegenheiten zu sprechen wünschte. Er gebot, das Audienzgemach zu öffnen, und Frau Sempel trat ein. Der Pädagoge, der sie begleitet hatte, blieb ehrerbietig im Weiterlesen
Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 8
Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845
8. Wie Rübezahl gegen eben diesen Edelmann einem Bauern beisteht
»Dem Verdienst seine Kronen!«, spricht der Kräuterklauber, nachdem der Edelmann tot ist, und erzählt noch nachträglich eine edle Tat von ihm, an der eben deshalb sogar der Teufel nicht einmal rechten Gefallen gefunden hatte.
Denn einstmals befahl der Edelmann einem Bauern, eine überaus große Eiche, die eben geschlagen worden war, Weiterlesen
Die Fahrten und Abenteuer des kleinen Jacob Fingerlang 16
Die Fahrten und Abenteuer des kleinen Jacob Fingerlang
Ein Märchen von Gotthold Kurz
Nürnberg, bei Gottlieb Bäumler 1837
Sechzehntes Kapitel
Jacob vereitelt eine gefährliche Staatsverschwörung
Wir eilen ihm voraus und finden die Jagd bereits in vollem Gange. Weithin ertönen das Hallo der Treiber das Blasen der Hörner, das Bellen der Hunde, das Knallen der Büchsen, wie es bei solchen Gelegenheiten herkömmlich ist. Unter einer Gruppe von hundertjährigen Ulmen und Buchen sind die Jagdschirme des Hofes aufgerichtet, umgeben von geschäftigen Jägern, Büchsenspannern und reich gekleideten Lakaien. Seitwärts sind in großen Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 2
Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
2. Vom dummen Peter
Es war einmal eine Frau, die mit zwei Kindern in einem kleinen Häuschen wohnte. Das eine von den Kindern war ein Mädchen; und die Frau hatte es mehr als lieb. Das andere war ein Junge und der wurde gehalten, als gehörte er nicht zum Haus. Er hatte es schlimmer als ein Hund, denn ein Hund bekommt doch noch frisches Stroh, um darauf zu schlafen. Der dumme Peter aber, denn so nannten sie ihn, musste sich mit trockenen Blättern begnügen. Dabei war das Dach des Ställchens, worin er schlief, noch so undicht, dass es überall tropfte, wenn ein Weiterlesen
Der Häckselschneider von Scheidweiler
Vom frischen Quell
Sagen, Legenden und Geschichten aus der Eifel
Jung und Alt in neuer Fassung dargeboten von Rektor Jos. Schiffels
Verlag Georg Fischer. Wittlich. 1912
Zweites Bändchen
Der Häckselschneider von Scheidweiler
Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, als die Schweden die deutschen Gaue heimsuchten, war auf der Niederscheidweiler Mühle im Alfbachtal ein Müllergeselle namens Peter, von dem man, weil er mehr wusste und konnte als andere gewöhnliche Menschen, allerlei eigentümliche Geschichten erzählte. Während einige ihn der Weiterlesen
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