Jackson – Teil 20
Ich richtete den Oberkörper auf und stieß Linda von mir weg.
Am liebsten hätte ich mir vor lauter Wut in den Arsch gebissen, aber ich ließ es bleiben. Ich hätte mir eh nur den Hals verrenkt, mehr wäre dabei nicht herausgekommen.
Ich hatte beinahe zwei Jahrzehnte gebraucht, um mir als Bodyguard und Sicherheitsagent einen Namen zu verschaffen. Wer diese Haifischbranche kennt, weiß, dass so etwas alles andere als ein Zuckerschlecken ist. In diesem Metier kann man nur überleben, wenn man härter, schneller und vor allem bösartiger ist als der Rest der Konkurrenz.
Aber das gelang nur, wenn man sich nicht ablenken ließ. Weder von Geld, Alkohol und Drogen noch von irgendwelchen Interessengruppen oder so wie in meinem Fall von einer Frau.
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Jackson – Teil 19
Die Welt um uns herum schien nur aus Sand, Steinen und Dornensträuchern zu bestehen.
Wüste, soweit das Auge reichte.
Kein Mensch, kein Haus, kein Tier, nichts war zu sehen, nur ein schmaler Karrenweg, der den öden Landstrich wie ein Schwert in zwei Hälften teilte und kerzengerade ins Nirgendwo zu führen schien.
Inzwischen ging die Sonne auf und mit dem neuen Tag kam der Wind. Je heller es wurde, Weiterlesen
Jackson – Teil 18
»Ich gebe dir genau 24 Stunden. Hast du gehört? 24 Stunden, nicht eine Stunde mehr. Wenn du dann nicht redest, reiße ich dir die Eier ab und stopf sie dir in dein dreckiges Maul. Ich hoffe, du hast mich verstanden!«
Schweißüberströmt richtete ich mich auf und schwang meine Beine aus dem Bett.
Die letzten Worte meines Peinigers klingelten noch immer in meinen Ohren nach.
Ich hatte diesen unscheinbaren, kleinen Mann noch nie zuvor in meinem Leben gesehen, ich Weiterlesen
Jackson – Teil 17
Ich war sicher, Blei in den Gliedern zu haben.
Ich war unfähig, mich zu rühren. Dass ich mich inmitten eines Lagers mit uniformierten Killern befand, war in diesem Moment für mich völlig irrelevant. Ich sah nur die Frau hinter dem Tisch und sonst nichts. Einen Augenblick lang schaute sie mich auch an. Ihr Gesicht glich einer reglosen Maske, aber dann schien sie mich gleichfalls erkannt zu haben. Ich sah es am Zucken ihrer Mundwinkel, dem Flackern in ihren Augen.
Sie errötete leicht, aber sie hatte sich sofort wieder in der Gewalt und wandte sich den anderen zu. Während ich noch krampfhaft überlegte, ob ich sie ansprechen sollte, nahm mir der Mann mit dem flaschengrünen Hemd die Entscheidung ab.
Mit der Rechten packte er mich im Genick.
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Jackson – Teil 16
Ein warmer Wind strich über das Land, als ich meine Augen öffnete.
Der Himmel über mir war tiefschwarz und mit Millionen von kleinen und großen Sternen übersät, die um die Wette zu funkeln schienen.
Es war ein fantastisches Bild, dem ich jederzeit einen zweiten Blick geschenkt hätte, aber nicht heute, nicht hier und zu diesem Zeitpunkt.
Ich fühlte eine unglaubliche Leere in mir und war so kraftlos, dass ich kaum einen Finger Weiterlesen

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