Jackson – Teil 43
Ich fühlte mich wie ein Boxer, der zum zehnten Mal auf die Bretter geschickt wurde. Mein Kopf dröhnte wie eine Kesselpauke und das Blut rauschte in meinen Ohren. Die ganze Welt schien sich um mich zu drehen.
Wenn ich auch einiges von dem, was mir Yalla da erzählte, nicht wirklich kapierte, war alles andere trotzdem so grauenhaft und unvorstellbar, dass es mir beinahe die Luft zum Atmen nahm.
Ihre Worte und das, was ich im Einzelnen noch aus den Unterhaltungen der vergangenen Tage und Wochen mit Linda, dem Franzosen und anderen Mitarbeitern dieses unseligen Projekts aufgeschnappt hatte, ergaben für mich ein Szenarium, welches ich eher in einem Horrorroman erwartet hätte als im realen Leben.
»Habe ich das richtig verstanden?«, fragte ich sie, während ich nach Worten suchte. »Es gibt diese Vereinigung steinreicher Weiterlesen
Jackson – Teil 42
Ich verharrte mitten in der Bewegung, als wäre ich gegen eine unsichtbare Wand gelaufen.
Yalla erging es nicht anders.
Wie auf ein geheimes Kommando hin drehten wir unsere Köpfe beinahe gleichzeitig nach hinten und starrten mit weit aufgerissenen Augen auf die Tür, die langsam nach innen schwang.
Ein Mann mit einem weißen Arztkittel betrat den Raum. In seiner Rechten klirrte ein Schlüsselbund.
Nachdem er die Tür mit der anderen Hand hinter sich ins Schloss gezogen hatte, drehte er sich um und verschloss sie wieder. Dabei pfiff er die ganze Zeit einen alten Beatlessong vor sich hin.
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Jackson – Teil 41
Sie stieg aus dem Kleid und stieß den Stoff mit dem Fuß beiseite.
Ich blieb wie gebannt stehen und starrte sie an. Mein Herz klopfte wild und in meinem Kopf hämmerte es.
Sie war nackt!
Nackt …
Tausend Gedanken wirbelten durch meinen Schädel.
Da war der Albino, den ich gerade eben erschossen hatte, die Verfolger, unsere Flucht in diesen seltsamen, kleinen, halbdunklen Raum und Yalla, die jetzt splitterfasernackt vor mir stand, obwohl uns nur noch eine schalldichte Tür vor dem Weiterlesen
Jackson – Teil 40
Wiedersehen mit Hindernissen
Im nächsten Moment schob ich Panik!
Ich hatte Adam, diesen anderen Albino, erst vor Kurzem in Aktion erlebt und konnte mich daher noch genau daran erinnern, zu was diese hellhäutigen Riesen fähig waren.
Kalter Schweiß stand plötzlich auf meiner Stirn.
Als ich sah, wie er mit der einen Hand in Yallas Haare griff, während sich seine andere wie eine Schraubzwinge um ihren Hals legte, vergaß ich jede Vorsicht.
Ich wusste um die Kräfte dieses Wesens.
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Marshal Crown – Von komischen Vögeln, alten Krähen und diebischen Elstern
Marshal Crown
Von komischen Vögeln, alten Krähen und diebischen Elstern
Eine Weihnachtsgeschichte
»Habe ich dich endlich erwischt, du undankbarer Bengel!«
Bevor Jorge Cuatero wusste, wie ihm geschah, rauschte die Frau von hinten heran. Mit ihrem wallenden, schwarzen Kattunkleid, den ausgebreiteten Spinnenarmen und dem dunklen, streng nach hinten gekämmten Haar, wirkte sie wie ein aufgebrachter Rabenvogel. Ein Eindruck, der durch ihre spitz hervorstehende Nase, die aussah wie ein gekrümmter Vogelschnabel, noch verstärkt wurde.
Blitzartig schossen ihre Hände vor und packten den Ladengehilfen am Kragen.
Trotz ihrer hoch aufgeschossenen, knochigen Gestalt entwickelte sie dabei eine Kraft, gegen die sich der junge Cuatero kaum Weiterlesen

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