Jimmy Spider – Folge 41
Jimmy Spider und das tödliche Einhorn
Es gibt viele verschiedene Sorten von Bösewichten: Den wahnsinnigen Superverbrecher; den wiederkehrenden, meist ausgelutschten und einfach nur nervigen Handlanger; den liebgewonnenen Psychopathen von nebenan oder auch die durchgeknallten Einzeltäter, die nackt singend in einer einsamen Höhle um einen sprechenden Baumstumpf tanzten. Hin und wieder bekam ich es aber auch mit tierischen Gegenspielern zu tun, nämlich dann, wenn das Veterinäramt am Verzweifeln war.
Nun, in diesem Fall hatte mich nicht das örtliche Veterinäramt, sondern der deutsche Geheimdienst, besser gesagt eine geheime Abteilung des BKA, auf den Plan gerufen. Mein guter Bekannter Hans Olo hatte einen Notruf einer Naturforscherin erhalten, die als Einzige ihrer dreiköpfigen Gruppe eine Begegnung mit einem höchst eigentümlichen Wesen überlebt hatte – einem Einhorn. Man sollte es nicht glauben.
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Jackson – Teil 45
Es mussten Hunderte sein, pelzige augenlose Wesen, die nur aus zwei Fühlern und einem Maul voller Zähne zu bestehen schienen.
Sie umgaben uns wie ein lebender Teppich. Mit ihren beiden Füßen, die bis auf einen kurzen, knochigen Wust direkt am Körper saßen, waren sie zwar nicht besonders schnell, aber ihre unendliche Zahl machte diesen Umstand mehr als wett.
Es war ein geradezu groteskes Bild.
Dieser lebende Teppich bedeckte fast das gesamte Innere der Hütte, den Boden, die Wände, die Möbel, sogar Teile der Decke. Er teilte sich nur an den Stellen, an denen wir uns befanden, um sich in einem Umkreis von etwa zwei Yards um Weiterlesen
Jimmy Spider – Folge 40
Jimmy Spider und die Hexenhöhle
In meiner Karriere habe ich mich bereits in vielen bizarren, brenzligen oder banalen Situationen befunden, aber kopfüber über einem überdimensionalen Grill zu hängen, dazu noch mit mir als Hauptgericht, das war auch für mich neu. Ich konnte nicht unbedingt behaupten, dass diese Situation für mich angenehm war, aber immerhin hatte sich meine Peinigerin dazu entschlossen, mich nicht im Feuer zu rösten. Für mich war das allerdings ein schwacher Trost. Ob ich als Grillfleisch nun gut durch, medium oder blutig endete, würde es mir auch nicht erträglicher machen. Aber immerhin konnte ich dann mit dem Gefühl sterben, zum Verzehr geeignet gewesen zu sein. Wer kann das schon von sich behaupten?
Nun, angesichts der Tatsache, dass mein gesunder Menschenverstand – im Gegensatz zu einer Unzahl von Schweißtropfen – noch nicht auf die Glut hinuntergefallen war, hatte ich doch vor, dem Vorhaben, mich zu vernaschen, einen Weiterlesen
Jackson – Teil 44
Ich stellte die Beine breit, knickte etwas ein und hob die Waffe in beidhändigem Anschlag.
Meine Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt.
Ich legte meinen Zeigefinger um den Abzug der Pistole und schwenkte den Lauf hin und her.
Neben mir war Yalla unvermittelt in die Knie gegangen.
»Was machst du da?«, fragte ich hektisch.
»Ich suche nach Landiswurzeln.« Sie sagte es so beiläufig, als würde sie mir gerade mitteilen, dass es heute Kartoffeln zum Essen gab.
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Schattenwolf Band 5
1.
Cleveland, 23. Oktober 2010
Vin Bennett sah auf die Uhr. Drei Uhr nachmittags. Obwohl es noch ein paar Stunden dauerte, bis die Sonne unterging, und noch weitere Stunden, bis der Mond sich zeigte, spürte er dessen Kraft seit gestern Morgen sehr deutlich in seinem Blut. Vollmond. Er konnte den Einbruch der Nacht kaum erwarten. Alles in ihm drängte danach, in den Wald zu gehen und zu jagen. Die Jagd in der vergangenen Nacht war sehr befriedigend gewesen. Er spürte immer noch das warme Blut des Rehs über seine Zunge rinnen, den Geschmack der ebenfalls noch warmen, rohen Leber, die er mit Sheila geteilt hatte, und wie lecker das Fleisch des Herzens gewesen war.
»Mach Schluss und fahr nach Hause, Vin.«
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