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Oberhessisches Sagenbuch Teil 96

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Die Rosenblätter

Aus Schotten kam ein Bettelweib den Weg herauf nach Busenborn und sah links vom Eingang des Dorfes auf einem Acker ein großes weißes Tuch liegen und etwas darauf, was von Weitem nicht zu erkennen war. Darüber erstaunte sich die Person, weil es in den letzten Tagen des Herbstes war und man nirgends jemand dabei erblickte. Sie ging deshalb hinzu und sah auf dem Tuch lauter frische grüne Rosenblätter liegen. In den ersten Häusern, wo sie sich ein Stück Brot forderte, sprach sie von dem, was sie gesehen hatte. Die Leute eilten zu dem Weiterlesen

Im Gespräch mit Ben Calvin Hary über WEGA 2: Die Rollende Stadt

Im Gespräch mit Ben Calvin Hary über WEGA 2: Die Rollende Stadt

Alexandra Trinley: Ben, du schreibst ja auch eigene Romane. Bei Wega tauchst du aber in die Vorstellungswelt des Exposéautors ein. Wie fühlt sich der Übergang an?

Ben Calvin Hary: Das ist für mich eigentlich das Standardszenario. Klar habe ich auch für Maddrax und Ikarus geschrieben und drei eigene Buchromane veröffentlicht, wo man sich seine Exposees selbst schreibt. Aber mein erster Profi-Roman war ja für Perry Rhodan-Arkon, und davor schrieb ich schon Fan-Fiction in der Dorgon-Serie. Das Schreiben nach Vorgabe ist daher für mich die Norm.

Ehrlich gesagt ist der »Übergang« gar nicht so krass, wie man denken würde. Mit ein paar Wochen Abstand, wenn die Distanz zum Text wächst, fühlt sich auch das eigene Exposee an, als hätte es ein anderer geschrieben. Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Eine Hexengeschichte

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Eine Hexengeschichte

in junger Mann, der sich einst auf der Jagd überhitzt und danach ein kaltes Bad genommen hatte, war fieberkrank geworden. Da seine Freunde glaubten, dass er besiegt sei, ließen sie den alten Zauberer Trezue holen. Derselbe war ebenfalls ihrer Meinung, sagte aber, er könne in dieser Angelegen­heit nicht eher etwas tun, bis sie ihm eine Flasche Rum aus dem nächsten Kramladen geholt hätten.

Dies geschah denn auch. Nachdem der Alte manchen herzhaften Schluck getan hatte, gab er die verlangte Auskunft. Der Patient hatte nämlich einem seiner Hunde nicht genug zu essen gegeben, worüber sich derselbe tief beleidigt gefühlt hatte und zu den Wölfen gelaufen war, die darauf beschlossen, den grausamen Herrn zu behexen.
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Aus dem Wigwam – Kosmogonie der Seneca

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Kosmogonie der Seneca

m Himmel lebte mit seiner Frau ein Wesen von menschlicher Gestalt. Beide wohnten unter einem weitästigen Baum und hatten alles, was sie brauchten; aber sie waren doch nicht zufrieden, denn sie wollten nicht gern immer an einem und demselben Platz bleiben. Sie beschlossen daher, fortzuwandern und den Baum, der ihr Haus bildete, mitzunehmen.

Mit großer Mühe gruben sie ihn mit allen Wurzeln aus und bereiteten sich vor, zur Erde hinabzusteigen.

Die Erde war damals ganz mit Wasser bedeckt. Im Wasser lebten unzählige Fische und über dasselbe flogen große Seevögel. Als Letztere erfuhren, dass das himmlische Paar zur Erde kommen wollte, sagten sie zuein­ander: »Hier ist Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 95

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Das Geldfeuerchen

Geht man den Fußpfad von Busenborn nach Breungeshain durch den Wald hinauf, der die Spitz heißt, so kommt man durch die unteren Breungeshainer Gartenbeete. In den Kriegszeiten haben hier die Leute Geld und Geldeswert vergraben. Ebenso hat ein berüchtigter Räuber im Vogelsberg, den man den Zahnarzt nannte, an einem Ort seine Schätze unter die Erde in Sicherheit gebracht. Als er in Siebenbürgen gedällert (gerädert) wurde, hatte er auf dem Hochgericht gesagt: »Wüsste ich nur einen Mann von Breungeshain, den könnte ich reich Weiterlesen

Im Gespräch mit Michael Marcus Thurner über WEGA 1: Im Licht der blauen Sonne

Wieder einmal schrieb Michael Marcus Thurner die Exposees für eine Miniserie. Band 1 von Wega erschien am 18. März 2021, und zwar als Heftroman, als E-Book und als von Eins A Medien hergestelltes Hörbuch. Der Erscheinungsrhythmus ist vierzehntägig.

Der Wiener Autor, der in diversen Funktionen schon an vielen Perry Rhodan-Miniserien beteiligt war, verriet Alexandra Trinley, worum es diesmal geht. Textgrundlage für dieses Gespräch war die vorab veröffentlichte Leseprobe.

Alexandra Trinley: Michael, du bist der Exposeeautor der aktuellen Perry Rhodan-Miniserie Wega. Der von dir verfasste Band 1 trägt den Titel Im Licht der blauen Sonne. Wie sieht das Wega-System aus?

Michael Marcus Thurner: Nun, so wie immer. Es gibt 42 Planeten. Manche sind bewohnt, manche kalte Eis- oder Weiterlesen