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History

Im Goldlande Kalifornien 3

Sophie Wörishöffer
Im Goldlande Kalifornien
Fahrten und Schicksale Gold suchender Auswanderer
Zeitgemäß gekürzt von A. Flügel um 1930
Kapitel 1 – Teil 3

»Da steht ja noch ein Haus!«, sagte einer der Soldaten. »Wollen wir es einmal ein wenig durchforschen?«

Er machte einige Schritte vorwärts und blieb dann voll Überraschung stehen. »Meiner Treu!«, rief er, »das Haus ist ja bewohnt!«

Die Übrigen lachten. »Du bist nicht gescheit, Gogol!«

Der Soldat stürmte vorwärts, gefolgt von den übrigen. Die Entdeckung war jetzt unvermeidlich geworden.
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John Tanner – Das Leben eines Jägers 10

John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree

Zehntes Kapitel

Nachdem wir uns einige Tage bei den Weißen aufgehalten hatten, reisten wir alle ab, um uns mit den Indianern zu vereinigen. Der Häuptling der Gruppe, welche in drei Hütten wohnte, war Wah-ge-kaut (Krummbein). Die drei besten Jäger hießen Ka-kaik (der kleine Sperber), Meh-ke-nauk (die Schildkröte) und Pah-ke-kun-ne-ga-bo (der sich im Rauch hält). Besonders war zu jener Zeit dieser Letztere ein ganz ausgezeichneter Jäger. Vor Kurzem war ihm zufällig Weiterlesen →

Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 9

Pava Länta auf der Wolfsjagd

Der Lappe und der Wolf leben wie Hund und Katze. Doch ist dieser Ausdruck noch viel zu zahm, um die erbitterte, hasserfüllte Todfeindschaft richtig zu bezeichnen, die der Lappe gegen das elende Graubein, den »gammal naudi«, den alten Räuber, hegt. Dieser Hass wird dem Lappenjungen schon in seinen frühesten Jahren – sozusagen mit der Muttermilch – von den Eltern eingeflößt, und er schlägt im Verlauf seines mühsamen Lebens durch manche bittere Erfahrung immer tieferer Wurzeln. Der arme Teufel, das stets von Hunger gepeinigte Graubein, ist im Grunde genommen der unschuldige und leidende Teil. Er ist von Natur aus gutmütig wie der treue Hund, zu dessen Stammvätern er gehört. Was kann er dafür, dass ihn Väralden-olmaj, der Gott des Samevolkes, der Hochfjällen, der weiten Heiden und Moore, nicht als Wiederkäuer erschaffen hat? Er ist einmal zum Fleischfressen bestimmt und muss seine Nahrung nehmen, wo er sie findet. Und die Rentiere sind leckere Bissen und geben aus. Wenn er einmal eins erwischt, kann er sich so recht knüppelsatt vollfressen. Das ist zu verführerisch!
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Im Goldlande Kalifornien 2

Sophie Wörishöffer
Im Goldlande Kalifornien
Fahrten und Schicksale Gold suchender Auswanderer
Zeitgemäß gekürzt von A. Flügel um 1930
Kapitel 1 – Teil 2

Sie trennten sich, und Ossip lief nach kurzem Lebewohl wie ein Wiesel davon, um vor Tagesanbruch das Haus seiner Eltern zu erreichen, während Arsa in die Höhle zurückkehrte.

Am nächsten Morgen hielten vor allen Haustüren des Dorfes mit Ochsen bespannte Bauernwagen. Es herrschte ein lautes, reges Leben, dem sogar der Graf und der Verwalter von der Straße aus beiwohnten. Alles mögliche zum Verkauf bestimmte Getier wurde verpackt, gekoppelt oder unter Zetergeschrei aus den Waldwiesen herbeigetrieben.
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Im fernen Westen – Sioux-Kit 7

Sioux -Kit
Kapitel 7

Es währte aber nicht lange, so wurden die Anzeichen drohender. Beinahe alle Stämme der Sioux und der andern kriegerischen Indianer des Westens hatten sich erhoben und waren auf den Kriegspfad getreten unter einigen angesehenen Häuptlingen, wie dem Sitting Bull und anderen. Eine Streitmacht von nahezu fünftausend roten Kriegern unter einheitlicher Leitung und voll Blutgier und unversöhnlichem Hass gegen die Weißen, denen sie Wortbruch, Ungerechtigkeit, Betrug und Vergewaltigung nicht ohne Grund vorwarfen, stand gegen die Weißen auf einer langen Linie im Feld und hatte sich verschworen, die Streitaxt nicht eher zu begraben, als bis die Bleichgesichter wieder ganz über den Missouri zurückgeworfen wären. Der Krieg begann mit Scharmützeln und Überfällen vonseiten der Indianer, welche überall siegten, und die Schrecken vor sich her trugen und blutige verstümmelte Leichen und niedergebrannte Heimstätten hinter sich ließen. Truppenabteilungen der Weißen zogen hin und her, um Weiterlesen →