Im fernen Westen – Feurige Kohlen 3
Mit dem glücklichen Vorrecht der Gesundheit und Jugend und im Bewusstsein ihrer guten Tat hatten Max und Otto tief in den Morgen hineingeschlafen und zum Teil noch von dem Schrecken der Nacht geträumt. Als sie kaum aufgestanden waren, brachte ihnen der schwarze Kellner eine Visitenkarte, worauf zu lesen war: Mr. Marll, J. Howard von der North West Company.
Herr Howard hatte sie schon in aller Frühe aufsuchen wollen, um sich bei ihnen zu bedanken, und ließ ihnen nun sagen, dass er sie im Frühstückssalon erwarte. Als sie diesen betraten, kam er ihnen auch sogleich freundlich entgegen, um sie zu begrüßen. Er war bleich und angegriffen und hatte noch den Kopf verbunden, war aber Weiterlesen
Der Freibeuter – Zur Jagd des Kronprinzen
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 9
Zur Jagd des Kronprinzen
Ein freundlicher Herbsttag lag auf den nordischen Gegenden. Die Nebel, welche fast das ganze Jahr über auf den Gewässern liegen, hatte die klärende Herbstsonne verdrängt. Ihre Kraft gewährte eine weite Aussicht auf die blaue Flut und die hellen Küsten.
Der Kronprinz Christian von Dänemark, 17 Jahre alt, hatte zu Ehren Kathinkas, der Gemahlin des russischen Zaren Peter, welcher mit dieser einen Besuch in Kopenhagen machte, eine glänzende Jagd einige Meilen Weiterlesen
Im Goldlande Kalifornien 4
Sophie Wörishöffer
Im Goldlande Kalifornien
Fahrten und Schicksale Gold suchender Auswanderer
Zeitgemäß gekürzt von A. Flügel um 1930
Kapitel 2 – Teil 1
165 Tage hatte die Fahrt schon gewährt. Die Ungeduld der Reisenden wuchs von Stunde zu Stunde. Sie bestürmten den Kapitän mit Fragen, wann endlich die Küste des Goldlandes vor ihren Augen auftauchen würde.
»Am 175. Tag, wenn alles gut geht«, hatte der einmal gesagt. Diese Frist war beinahe abgelaufen.
Sooft eine Wolke den Rand des Horizontes umsäumte, sooft nur ein Nebelstreifen erschien, entstand schon unter Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 14
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Vierzehntes Kapitel
Noch bevor ich den Moose-River erreichte, war mein Pferd so matt und mager geworden, dass es nicht einmal mehr imstande war, Wa-me-gon-a-biews Frau zu tragen. Wir hielten darum zwei Tage Rast, hatten aber viel Hunger zu leiden, denn seit langer Zeit hatten wir weiter nichts geschossen, als einen sehr mageren Bison. Wir Weiterlesen
Im fernen Westen – Feurige Kohlen 2
Es ist eine schöne Eigenschaft der Deutschen in Amerika, dass sie so treu zusammenhalten und in ihren Turn- und Gesangsvereinen und Freimaurerlogen deutsche Gesinnung und Gesittung und deutsches Wesen emsig pflegen und sich der neu ankommenden Landsleute freundlich und hilfreich annehmen. Auch Max und Otto erfuhren dies, als sie endlich das Lokal des deutschen Turnvereins erfragt und daselbst eine Anzahl junger Landsleute aus allen Gauen Deutschlands gefunden hatten. Man bestürmte sie mit Fragen über die Zustände in der lieben alten deutschen Heimat und über ihre eigenen Absichten und Aussichten in Amerika und war freigebig mit Ratschlägen und Anerbietungen von Hilfe und Fürsprache, als die beiden Ankömmlinge gestanden, dass sie vor allem ein Unterkommen suchten. Allein, ein solches zu finden, hatte bei beiden seine großen Schwierigkeiten. Weiterlesen

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